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Toggenburg Bergbahnen AG verlängert Übernahmeangebot an die Aktionäre der Bergbahnen Wildhaus erneut

Der Streit hat im Juni 2017 begonnen, als die Toggenburg Bergbahnen AG den Wildhausern ein Aktientauschangebot unterbreitete – bekannt gemacht per Inserat. Den Wildhausern kam das in den falschen Hals: Sie sprachen von einem «feindlichen Übernahmeangebot». Die Toggenburg Bergbahnen verlängerten später die Frist bis Ende September 2019. Und tun es nun erneut.
Christoph Zweili
Skifahrer bei den Churfirsten. (Bild: PD)

Skifahrer bei den Churfirsten. (Bild: PD)

Die Begründung für die erneute Verlängerung des Angebots an die Aktionäre der Bergbahnen Wildhaus AG durch den Verwaltungsrat der Toggenburg Bergbahnen AG (TBB) lässt staunen: Die Frist wird laut Mitteilung bis Ende August 2020 verlängert – nicht deswegen, weil nur wenige Aktionäre auf das Tauschangebot eingehen, wie man vermuten könnte. Im Gegenteil: «Der Rücklauf auf das Angebot übertrifft die Erwartungen.» Es sei den Toggenburg Bergbahnen daher ein Anliegen, «diesem offensichtlichen Fusionswunsch zum Durchbruch zu verhelfen».

Etwas kryptisch dann die Ergänzung im Communiqué der Toggenburg Bergbahnen AG: «Selbstverständlich bedingt das Angebot die Kooperation der Organe der Bergbahnen Wildhaus AG, damit die notwendige Due Diligence professionell durchgeführt werden können.» Damit ist im Wirtschaftsjargon die sorgfältige Prüfung und Analyse eines Unternehmens gemeint, insbesondere im Hinblick auf seine wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Verhältnisse, die durch einen potenziellen Käufer eines Unternehmens vorgenommen wird.

Welche Vorteile verspricht sich die Toggenburg Bergbahnen AG?

Aus Unterwasser Sicht würden in einer fusionierten Gesellschaft die folgenden Anliegen verfolgt und entsprechenden Investitionen ermöglicht.

  • Die Verbindungspisten im Raum Ostabfahrt würden verbessert und es gäbe ein gesamthaftes, unter technischen, betriebswirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten optimiertes Beschneiungskonzept.
  • Durch die Schaffung einer professionellen Infrastruktur würde der Skinachwuchs gefördert.
  • Es gäbe eine Ausweitung des Angebots für Familien und Einsteiger im Raum Oberdorf und eine Abstimmung der verschiedenen Gastronomiebetriebe - «im Sinne einer gastfreundlichen Differenzierung» eine bewusste Spezialisierung auf Kinder und Familien im Oberdorf.

«Mit Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein» nehme die Toggenburg Bergbahnen AG ihre Rolle als wichtiger Wirtschaftsfaktor und -motor in der Gemeinde Wildhaus Alt St.Johann weiter wahr, heisst es im Communiqué weiter. Es sei «existenziell wichtig», dass im Toggenburg attraktive Erlebnisse angeboten würden, welche gezielt die Landschaft und die lokale Kultur zur Geltung brächten; dass im Toggenburg korrekte Preise verlangt werden könnten, und das für qualitativ hochstehende Leistungen «und dass man im Toggenburg den Mut hat, an die spezifischen eigenen Fähigkeiten zu glauben und selbstbewusst lokale authentische Werte zu vermitteln.»

Das Geschäftsergebnis 2018/2019 – ein weiterer Meilenstein

Gemäss dem Unternehmen ist das Geschäftsjahr 2018/2019 «ein erneuter erfreulicher Meilenstein in der Entwicklung der Toggenburg Bergbahnen AG». Mit dem kräftigen Investitionsschub 2014 bis 2017 haben sich laut eigenem Bekunden «alle Kennzahlen auf einem hervorragenden Niveau etabliert»: Der Umsatz ist auf 12,5 Millionen Franken angestiegen, die Aufwendungen für Betrieb und Personal sind stabil. Die EBITDA Marge (eine abgewandelte Form der Umsatzrentabilität) liegt bei 32,4 Prozent, «doppelt so hoch wie bei manchen Wettbewerbern». Mit der Integration des Iltios Sport-Shops im September 2019 würden die TBB immer mehr «zum integrierten Tourismusanbieter und können damit dem Wunsch des Gastes, alles aus einer Hand zu beziehen, besser entgegenkommen».

In der langen Geschichte der Bergbahnen Unterwasser-Iltios-Chäserrugg (Buic) AG seit 1934 und der Sportanlagen Alt St. Johann Sellamatt (SAS) habe nie ein Aktionär sein Investment abschreiben müssen, heisst es seiten der TBB. «Während vielerorts Staatsubventionierungen, Kapitalschnitte oder sogar Schliessungen in Betracht gezogen werden, schafft es die Toggenburg Bergbahnen AG, aus eigener Kraft weiter zu gedeihen.» Ihre für die Branche aussergewöhnlich guten Geschäftszahlen seien «Ausdruck einer durchdachten Strategie, deren sorgfältiger Implementierung und einer konsequenten Betriebsführung».

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