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TÖTUNGSDELIKT: «Beide tranken am selben Tisch»

Ein 40-jähriger Italiener ist in der Nacht auf Sonntag bei einem Clubhaus in Sargans erschossen worden. Der mutmassliche Täter stellte sich der Polizei.
Adrian Vögele

Adrian Vögele

adrian.voegele

@tagblatt.ch

Die Tat geschah bei einem Lokal in der Nähe des Bahnhofs Sargans, das als Schachclub dient und am Wochenende als Restaurationsbetrieb geführt wird: Ein 40-jähriger Italiener kam am Samstag kurz vor 21.30 Uhr ums Leben, «durch ein Gewaltverbrechen», wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. Mutmasslicher Täter ist ein 28-Jähriger, ebenfalls Italiener.

Martin Wyss, Präsident der beiden Vereine, die das Clubhaus nutzen, sagt: «Die zwei Männer sassen laut dem Wirt am selben Tisch und tranken. Plötzlich verschwanden sie nach draussen – und es knallte.» Leute aus dem Club eilten nach draussen und fanden den 40-Jährigen vor. Er war schwer verletzt. Sie versuchten, ihn zu reanimieren, bis die Rettungskräfte und ein Notarzt eintrafen. Doch diese konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Ein Treffpunkt für Italiener

Der 28-Jährige stellte sich einige Zeit später der Polizei und sagte, er sei für die Tat verantwortlich. «Der mutmassliche Täter übergab auch eine Faustfeuerwaffe», sagt Gian Andrea Rezzoli, stellvertretender Kommunikationschef der Kantonspolizei St. Gallen. Ob es sich um die Tatwaffe handle, sei noch nicht geklärt, die Ermittlungen laufen. Sowohl das Opfer als auch der mutmassliche Täter wohnen in der Gegend.

Wie Martin Wyss betont, hat der Vorfall mit dem Schachclub nichts zu tun. Dieser nutze die Räumlichkeiten nur an Werktagen. Am Wochenende führt ein italienisches Wirtepaar den Club als Restaurant. «Das Lokal hat sich inzwischen zu einem Treffpunkt für Italienerinnen und Italiener entwickelt», sagt Wyss. Dank der Nutzung des Clublokals als Restaurant sei es einfacher möglich, dessen Kosten zu decken, die beispielsweise für die Versicherung anfallen würden.

«Wichtig ist, möglichst rasch Spuren zu sichern»

Polizei und Staatsanwaltschaft standen in der Nacht auf Sonntag mit über 20 Personen im Einsatz. «Wichtig ist in solchen Fällen, dass wir sofort so viel Arbeit wie möglich erledigen», sagt Rezzoli. So gelte es, möglichst schnell Spuren zu sichern. Dass sich der mutmassliche Täter gestellt hat, ändert nichts am Vorgehen der Polizei: «In einem solchen Fall kann es theoretisch vorkommen, dass der Beschuldigte seine Aussage vor Gericht widerruft und sagt, er habe die Tat doch nicht begangen», sagt Rezzoli. «In solch einem Fall wäre es fatal, wenn die Polizei nicht ermittelt hätte.» Die rasche Spurensicherung sei im vorliegenden Fall etwa wegen der Witterungseinflüsse nötig gewesen. «Ausserdem gilt es, Zeugen möglichst schnell zu befragen.» Man müsse damit rechnen, dass eine Aussage anders daherkomme, wenn jemand ein, zwei Nächte darüber geschlafen habe. Die Polizei bittet Personen, die Hinweise zum Delikt geben können, sich unter 058 229 49 49 zu melden.

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