Tödlicher Messerstich nach Alkohol- und Drogenkonsum

ST.GALLEN. Im Fall des am Samstag tot in seiner Wohnung aufgefundenen 36-Jährigen gibt es ein Geständnis. Der 23-jährige Mann, der sich bei der Polizei meldete, hat zugegeben, auf das Opfer eingestochen zu haben.

Daniel Walt
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Trauer und Fassungslosigkeit - das ist es, was nach Gewalttaten bleibt. (Bild: Archiv/Keystone)

Trauer und Fassungslosigkeit - das ist es, was nach Gewalttaten bleibt. (Bild: Archiv/Keystone)

Langsam kommt Licht ins Dunkel rund um den Tod eines 36-Jährigen in St.Gallen. Der Mann war am Samstagmorgen tot im Badezimmer seiner Wohnung an der Burgstrasse aufgefunden worden. Dies aufgrund eines Hinweises eines 23-Jährigen, der sich bei der Polizei meldete und festhielt, er könnte mit dem Tod des Mannes etwas zu tun haben. Er konnte in der Folge in der Nähe des Tatortes festgenommen werden – und hat nun ein Geständnis abgelegt, wie die Kantonspolizei meldet.

Tatzeitpunkt etwa um 2 Uhr nachts
Nach Erkenntnissen der Polizei konsumierten die beiden Männer, beides Schweizer, in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Wohnung des späteren Opfers gemeinsam Alkohol und Drogen. «Der Tatzeitpunkt dürfte im Bereich von etwa 2 Uhr nachts liegen», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei. Ob der Täter einmal oder mehrfach auf den 36-jährigen Mann einstach, wird derzeit vom Institut für Rechtsmedizin abgeklärt. «Sicher ist, dass ein Stich zum Tod des Mannes führte», sagt Hanspeter Krüsi.

Minimale Verletzungen
Zur Frage, warum er auf sein Opfer einstach, hat sich der 23-jährige Mann laut Hanspeter Krüsi bisher nicht geäussert. Klar ist so viel: Der Täter wies bei seiner Verhaftung minimale Verletzungen auf, die laut Krüsi allerdings nicht verarztet werden mussten. Die Polizei konnte das Tatmesser in der Wohnung an der Burgstrasse sicherstellen. Unklar bleibt vorerst, woher sich die beiden Männer kannten - «das klären wir derzeit ab», sagt Krüsi.

Keine weiteren Involvierten
«Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass die beiden Männer zum Tatzeitpunkt die einzigen waren, die sich in der Wohnung des Opfers aufhielten», erklärt Hanspeter Krüsi weiter. Deshalb wird auch nicht nach weiteren Personen gefahndet. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet und leitet nun die weiteren Untersuchungen sowie Ermittlungen. Der Beschuldigte sitzt in Haft, gegen ihn wurde Untersuchungshaft beantragt.