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TODESFALL: Kunstzeughaus verliert Gründer Peter Bosshard

Peter Bosshard, Gründer und langjähriger Präsident der Stiftung Kunstzeughaus Rapperswil, ist unerwartet in den Bergen an einem Herzinfarkt ­verstorben. Der 1942 geborene Rechtsanwalt hat seit 1970 zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth Bosshard eine der herausragendsten Sammlungen an Schweizer Kunst aufgebaut.
Peter Bosshard. (Bild: pd)

Peter Bosshard. (Bild: pd)

Am vergangenen Sonntag ist Peter Bosshard, Gründer und langjähriger Präsident der Stiftung Kunstzeughaus Rapperswil, unerwartet in den Bergen an einem Herzinfarkt ­verstorben. Der 1942 geborene Rechtsanwalt hat seit 1970 zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth Bosshard eine der herausragendsten Sammlungen an Schweizer Kunst aufgebaut. Sie umfasst heute rund 6000 Werke von 500 Kunstschaffenden aus der ganzen Schweiz und wird im Kunstzeughaus Rapperswil aufbewahrt, wo sie in Ausschnitten in der ständigen Sammlungspräsentation zu sehen ist.

Als leidenschaftlicher Sammler hat Peter Bosshard von Beginn weg Wert darauf gelegt, seine Bestände öffentlich zu machen. 2006 gelangten mit der Gründung der Stiftung und dem Umbau des ehemaligen Zeughauses alle vormals privat erworbenen Werke in den Besitz der Stiftung, die sie heute aufbewahrt, pflegt, ausleiht und vermittelt. Am 17. Mai 2008 wurde das Museum für Gegenwartskunst eröffnet; es begeht dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Mit der Stiftung bleibt das Lebenswerk, die Sammlung von Peter und Elisabeth Bosshard, integral erhalten. In einem Interview beschreibt der Sammler und Wirtschaftsanwalt seine Leidenschaft selber so: «Sich umschauen, Augen offen halten, spontan das kaufen, was einem gefällt, und nach zwanzig Jahren schauen, was herausgekommen ist. Risikofreudigkeit ist auf alle Fälle wichtig.»

«Er sammelte unbeirrt von Markt und Mode»

Peter Stohler, Direktor des Kunstzeughauses, charakterisiert den Sammler so: «Was Peter Bosshard auszeichnete, war sein Eigensinn; er hat stets ganz unbeirrt von Markt und Mode gesammelt. Er verfügte über ein ausgeprägtes Gespür für Qualität und über ein fabelhaftes Auge für gute Kunst. Besonders beeindruckt hat mich, dass er vielen Künstlerinnen und Künstlern die Treue hielt und deren Werk über Jahrzehnte sammelte. Was er als Sammler, Museumsgründer und als Kunstexperte geleistet hat, beeindruckt mich sehr: Er hat die Schweizer Kunstgeschichte der vergangenen 50 Jahre entscheidend geprägt.»

Petra Giezendanner, Leiterin der Sammlung, bereitet für Sommer eine grosse Sammlungsausstellung vor. Sie sagt: «Peter Bosshard hat viel getan für die Schweizer Kunst. Ebenso wichtig wie der Aufbau der Sammlung war für ihn die Förderung der Künstlerinnen und Künstler. Mit seinen Ankäufen wollte er die Kunstschaffenden in erster Linie unterstützen und motivieren.» Patrick Sommer, Präsident des Stiftungsrates, schliesslich betont: «Peter Bosshard hat uns über Jahre hinweg inspiriert und begleitet. Wir verlieren mit ihm einen wichtigen Mentor und werden ihn als persönlichen Freund schmerzlich vermissen.» (red)

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