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Kolumne

Meiden Sie Wurststände!

Es brechen die Tage des doppelten Ausnahmezustandes an: Olma und Wahlkampf! Ein paar Tipps für Olma-Besucher, die ganz ohne Begegnung mit Kandidatinnen und Kandidaten die Messe geniessen wollen.
Regula Weik

Noch einmal schlafen, dann ist Olma. Für viele St. Gallerinnen und St. Galler Weihnachten, Ostern, Geburtstag und Hochzeitstag zugleich. Kurz: Ausnahmezustand. In einem solchen befinden sich seit Monaten auch Dutzende Frauen und Männer in der ganzen Ostschweiz. All jene, die es nach Bern drängt.

In mancher Wahlkampfagenda dürfte ein Olma-Besuch fix eingetragen sein – um Sie, liebe Wählerinnen und Wähler, ganz spontan kennen zu lernen. Daher: Wappnen Sie sich! Und meiden Sie Wurststände! Gut möglich, dass Ihnen dort ein klimageschwängerter Kandidat den Fleischgenuss verderben will. So hat auch die Polizei für die Säulirennen massiv aufgerüstet, wie eine gewöhnlich gut unterrichtete Quelle weiss. Dies für den Fall, dass in der Arena, wie kürzlich im Bundeshaus, ein Protesttransparent entrollt werden sollte.

Sicher vor Kandidaten sind Sie, liebe Olma-Gäste, am Stand mit Sprudelbädern, Massagematten und Champagner. Politik ist weder anregend noch prickelnd. Nehmen Sie sich aber im Stall vor Möchtegern-Naturburschen in Karohemden in Acht. Politiker sind Verwandlungskünstler. Und erzählen Sie am Zuckerwattestand gut hörbar von ihren Kurztrips nach Thailand, New York, Brasilien. Es wird Sie keiner kennen wollen.

Wollen Sie schliesslich doch noch Einblick ins Politikerleben haben? Drängen Sie in die Degustationshallen. Viel Lärm, viel Gerede, unverständlich, auftrumpfend und am Ende des Abends ein schwerer Kopf. Bundeshausatmosphäre pur!

Apropos Ende: Der Olma- Ausnahmezustand endet am Abend des 20. Oktober. Dann kehrt auch für die meisten Kandidatinnen und Kandidaten wieder der Alltag ein – ohne 1.-Klasse-Billett nach Bern.

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