Tierschutzfälle nehmen zu

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Stellungnahme Im Nachgang zum Fall Hefenhofen hat die St. Galler Regierung Stellung zum Tierschutz im Kanton genommen. Strafanzeigen und Beschwerden gegen Massnahmen nehmen zu. 2016 hat das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen 136 Strafanzeigen gegen St. Galler Tierhalter eingereicht. Drohungen gegen Kontrolleure kämen wöchentlich vor, heisst es in der Stellungnahme. Ungefähr 20-mal im Jahr würden die Mitarbeiter mit ernsthaften Drohungen konfrontiert oder sogar tätlich angegangen.

Gute Noten gibt es für die Staatsanwaltschaft. Sie habe die Verfahren beim kantonalen Untersuchungsamt zentralisiert und bearbeite sie mit Spezia­listen. Eine Statistik des Bundes zeige, dass im Kanton St. Gallen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl die Verurteilungsquote am höchsten sei: 174 Verurteilungen in Tierschutzfällen im Jahr 2016.

Es werden aber auch Probleme eingeräumt. Es könne Monate oder Jahre dauern, bis ein Tierhalteverbot rechtskräftig werde. In der Regel werde ein solcher Erlass auf eine strafrechtliche Verurteilung abgestellt. Im Falle einer sofortigen Beschlagnahmung der Tiere fielen während der Rekurs- und Beschwerdeverfahren «enorme Kosten» für die Unterbringung an. (sda)