Tierschützer: Vorwürfe auch gegen Richter

Tierschützer werfen dem Kreuzlinger Bezirksgerichtspräsidenten Befangenheit im Fall Connyland vor. Es sei keinerlei Druck ausgeübt worden, sagt dieser.

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Der Fall Connyland zieht Kreise. (Bild: Donato Caspari)

Der Fall Connyland zieht Kreise. (Bild: Donato Caspari)

KREUZLINGEN. Nach den Befangenheitsvorwürfen gegen Staatsanwalt Patrick Müller, wollen das Wal- und Delphinschutzforum (WDSF) und ProWal auch den Kreuzlinger Bezirksgerichtspräsidenten Urs Haubensak absetzen. Dieser hatte im August den Tierschutzorganisationen in einer superprovisorischen Verfügung verboten, die Connyland-Betreiber als «Tierquäler» zu bezeichnen.

Verhandlung kommt erst noch

Haubensak nahm gestern Stellung. Er bestreitet klar, dass er von Seiten Müllers in irgendeiner Weise beeinflusst worden sei. Die Untersuchungen der Klage von OceanCare gegen das Connyland – welche von Müller geführt wurden – hätten zwar eine gewisse Bedeutung für seine Verfügung gehabt, aber seien nicht entscheidend gewesen. Die eigentliche Verhandlung über die Klage sei zudem noch nicht abgeschlossen. Über seine persönliche Befangenheit würden zudem andere Richter entscheiden, wenn ein solcher Antrag vorliege. Dies sei aber im Moment gar nicht der Fall.

Kein privater Kontakt

WDSF und ProWal wollten zudem wissen, ob Haubensak ebenfalls ein Duz-Freund der Connyland-Chefs sei. Haubensak: «Ich kann nicht ausschliessen, dass ich ihnen schon begegnet bin, aber ich würde sie auf der Strasse wahrscheinlich nicht erkennen.» (ubr)