TIERQUÄLER IM THURGAU: Demonstration auf SBB-Areal in Frauenfeld

Tierschützer rufen heute Samstag zu einer Kundgebung gegen Pferdezüchter Ulrich K. auf. Erwin Kessler, Präsident des Vereins gegen Tierfabriken Schweiz, will um 13 Uhr auf dem Bahnhofplatz Frauenfeld «gegen die Passivität der Behörden und für die Rettung der Pferde» demonstrieren.

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Erwin Kessler, Präsident des Vereins gegen Tierfabriken Schweiz, hat zu einer Demo am Bahnhof Frauenfeld aufgerufen. (Bild: Manuel Nagel)

Erwin Kessler, Präsident des Vereins gegen Tierfabriken Schweiz, hat zu einer Demo am Bahnhof Frauenfeld aufgerufen. (Bild: Manuel Nagel)

Kessler schreibt in einem E-Mail an die Stadt Frauenfeld: «Da die Zeit nicht reicht für ein ordentliches Bewilligungsverfahren, informiere ich Sie auf diesem Weg und gebe Ihnen Gelegenheit, Ihre Wünsche anzubringen.» Werner Spiri, Leiter des Amts für Sicherheit der Stadt Frauenfeld, weiss von der geplanten Kundgebung. Abklärungen hätten ergeben, dass die Demonstration auf dem Areal der SBB stattfinden soll. «Damit ist nicht die Stadt für eine Bewilligung zuständig», sagt Spiri.

Die SBB stehen im Austausch mit der Kantonspolizei Thurgau, wie Mediensprecher Oli Dischoe auf Anfrage sagt. Auch die Stadt Frauenfeld hat mit der Kantonspolizei Kontakt aufgenommen. Sprecher Andy Theler teilte gestern mit, die Kapo werde die Lage analysieren und aufgrund dessen entscheiden, ob Polizisten zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit vor Ort sein werden. «Das kann im Rahmen der normalen Patrouillentätigkeit stattfinden», sagt Theler. Über weitere Massnahmen werde situativ entschieden.

Die Stadt Frauenfeld weiss nicht, wie viele Demonstrationsteilnehmer erwartet werden. Auch Kessler schreibt in seiner Ankündigung von einer unbekannten Anzahl Teilnehmer. Der Aufruf zur Kundgebung auf der Facebookseite des Vereins wurde bis gestern Abend über 600-mal geteilt und erreichte mehrere 100000 Personen. Viele bekundeten in Kommentaren ihren Willen, an der Demonstration teilzunehmen. (red.)