Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

TIERQUÄLER-FALL ULRICH K.: Zweite Strafanzeige gegen Thurgauer Kantonstierarzt

Der Thurgauische Tierschutzverband hat mit einem Schreiben, datiert vom 18. August, gegen Kantonstierarzt Paul Witzig Strafanzeige erhoben. Der Vorwurf: Gehilfenschaft zur Tierquälerei im Fall Hefenhofen.
Der Druck auf Kantonstierarzt Paul Witzig nimmt beständig zu. (Bild: Donato Caspari)

Der Druck auf Kantonstierarzt Paul Witzig nimmt beständig zu. (Bild: Donato Caspari)

Grund für die Anzeige ist die langjährige Deeskalationspolitik des Veterinäramts durch den Kantonstierarzt unter Regierungsrat Schönholzer, wie aus der Anzeige hervorgeht.

"Die mutmasslichen Straftaten von Herrn K. waren zu weiten Teilen nur möglich, weil der zuständige Kantonstierarzt und Chef des Veterinäramtes des Kantons Thurgau, Herr Paul Witzig, offenbar in Absprache mit seinem Vorgesetzten, Regierungsrat Walter Schönholzer, seit Jahren eine Strategie der 'Deeskalation' verfolgte", heisst es in der Strafanzeige.

Es stehe ausser Frage, dass die Sicherheit der Beamten bei den Kontrollen auf Bauernhöfen jederzeit zu gewährleisten sei, schreibt der Tierschutzverband. Eine ausdrückliche Pflicht der Behörde sieht er allerdings in der tierschutzrechtlichen Kontrolltätigkeit sowie im unverzüglichen Einschreiten der Behörden bei der Feststellung, dass Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten Bedingungen gehalten würden. "Ein Verzicht auf ordnungsgemässe Kontrollen aus Angst stellt dahingegen eine Unterlassung einer gesetzlichen Rechtspflicht dar", heisst es in der Anzeige.

Letztlich hat das Veterinäramt nach Überzeugung des Verbandes "zu lange nicht und zu lange zu träge gehandelt respektive nicht gehandelt und durch die Unterlassungen Tierquälerei und somit strafbare Zustände ermöglicht, ja sogar gefördert."

Im Zuge des Skandals um Pferdehändler Ulrich K. aus Hefenhofen hatte vorletzte Woche bereits Erwin Kessler, Präsident des Vereins gegen Tierfabriken, Strafanzeige gegen Kantonstierarzt Paul Witzig erhoben. (red)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.