Tiefe Sonne entschuldigt Unfall nicht

Ein Thurgauer muss seinen Führerausweis für zwei Monate abgeben und eine Busse bezahlen, nachdem er – von der Sonne geblendet – einen Unfall verursacht hatte. Der Lenker war Ende Oktober 2013 mit einem Personenwagen in Amriswil unterwegs.

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Ein Thurgauer muss seinen Führerausweis für zwei Monate abgeben und eine Busse bezahlen, nachdem er – von der Sonne geblendet – einen Unfall verursacht hatte. Der Lenker war Ende Oktober 2013 mit einem Personenwagen in Amriswil unterwegs. Von der Sonne geblendet, geriet auf die Gegenfahrbahn und verursachte eine Kollision mit einem entgegenkommenden Lieferwagen. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden, Personen wurden keine verletzt.

Die Staatsanwaltschaft Bischofszell verurteilte den Lenker aufgrund dieses Vorfalls wegen einfacher Verletzung von Verkehrsregeln zu einer Busse von 600 Franken. Während der Lenker diese Busse akzeptierte, konnte er sich nicht damit abfinden, dass ihm das Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau auch noch den Ausweis für zwei Monate entzog. Beschwerden bei der Rekurskommission für Strassenverkehrssachen und beim Regierungsrat des Kantons Thurgau blieben erfolglos.

Gleich erging es dem Lenker nun auch vor Bundesgericht. Der Gerichtspräsident der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung trat im vereinfachten Verfahren gar nicht auf die Beschwerde ein. Der Lenker hatte in der Beschwerde nirgends dargelegt, weshalb die Begründung bzw. der Entscheid des Verwaltungsgerichts rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll (tzi)

Urteil 1C_175/2015 vom 2.4.2015

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