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Thurgauer Wirtschaft trommelt für die BTS

Voraussichtlich am 6. Juni entscheidet der Ständerat, ob die Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) in den Ausbauschritt 2019 aufgenommen wird. Weil die Chancen gesunken sind, hat die Wirtschaft nochmals kräftig die Werbetrommel gerührt.
Christian Kamm
Da führt die Strasse durch: IHK-Vizepräsident Beat Hirt, Ständerätin Brigitte Häberli und René Neuenschwander von Ecoplan. (Bild: Reto Martin)

Da führt die Strasse durch: IHK-Vizepräsident Beat Hirt, Ständerätin Brigitte Häberli und René Neuenschwander von Ecoplan. (Bild: Reto Martin)

Stop-and-go bei der BTS. Noch nicht lange ist es her, da herrschte ein kleine Euphorie rund im die Bodensee-Thurtal-Strasse. Der Nationalrat hatte soeben überraschend das Thurgauer Strassenprojekt priorisiert und in den Ausbauschschritt 2019 aufgenommen. Die ständerätliche Verkehrskommission stellte dann aber das Signal wieder auf Rot –nichts soll es werden mit einer beschleunigten Realisierung des Thurgauer Vorzeigeprojekts. Und nun wird nächste Woche der Ständerat als Ganzes entscheiden, wie er es mit dem Strassenprojekt halten will.

Häberli: «Das wird nicht ganz einfach»

Die Thurgauer Ständerätin Brigitte Häberli (CVP) hat sich bereits in der ständerätlichen Verkehrskommission für die BTS stark gemacht. Dasselbe will sie nun auch im Plenum als Minderheitssprecherin tun, wie sie am Dienstag an einer Pressekonferenz der IHK Thurgau erläuterte. «Das wird nicht ganz einfach», ist sich die Ständerätin bewusst. Denn im Unterschied zum Nationalrat, wo neben der BTS auch die Zürcher Oberlandautobahn und der basellandschaftliche Muggenbergtunnel das Rennen machten und dann als Projekte ohne Preisschild kritisiert wurden, steht der Thurgau in der Kleinen Kammer nun allein.

«Von den andern zwei hat man nichts mehr gehört», sagt Ständerätin Häberli.

Man sei im Thurgauer Lager nicht euphorisch, aber wolle sich so gut wie möglich positionieren. Ein Kränzchen windet die Ständerätin den Verbänden und der Kantonsregierung, die ein grosses Engagement an den Tag gelegt hätten. Sämtliche Kommissionsmitglieder haben bereits Post aus Frauenfeld erhalten. «Und jetzt wird ein weiteres Schreiben an alle Ständeräte vorbereitet», sagt Häberli. Auch nach einem allfälligen Nein des Ständerats ist eine beschleunigte Realisierung der BTS noch nicht definitiv vom Tisch. Das Geschäft ginge zurück an die Verkehrskommission des Nationalrats, die erneut am Vorschlag feilen könnte, um doch noch einen Kompromiss zu erzielen.

Hirt: Hätte schon längst beginnen müssen

IHK-Vizepräsident Beat Hirt betonte, dass die Zeit bei der BTS dränge. Wenn die Thurgauer Bevölkerung wie prognostiziert bis 2035 auf 329000 Einwohner steige, «ist die Frage nicht, ob es zum Verkehrskollaps kommt, sondern wann». Bei einer geschätzten Bauzeit von 14 Jahren hätte man schon längst mit der BTS beginnen müssen, sagte Hirt. Die Thurgauer Wirtschaft sei aufgrund ihrer peripheren Lage ohnehin nicht standortbegünstigt. Umso mehr sei sie auf leistungsfähige Verkehrsträger angewiesen. Zudem bekunde die Wirtschaft zunehmend Mühe, Fachkräfte zu rekrutieren. «Von einer Entlastungsstrasse und der besseren Erreichbarkeit würden nicht nur Grossunternehmen, sondern vor allem auch kleinere und mittlere Unternehmen profitieren.»

Zwar habe die neue Strasse ihren Preis und werde 1,56 Milliarden Franken kosten, so Hirt. Doch betrage der jährliche Nutzen resultierend aus Zeitgewinn, weniger Lärm- und Luftbelastung und mehr Verkehrssicherheit rund 114 Millionen Franken. Das ergebe eine Amortisationsdauer von weniger als 15 Jahren, was für ein Infrastrukturprojekt ein sehr guter Wert sei.

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