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Thurgauer Waldwirtschaft klagt: «Der Holzboom geht an uns vorbei»

Der Verband Wald Thurgau gibt sich schlankere Strukturen. Die Delegiertenversammlung wählt Josef Grob zum neuen Präsidenten.
Kurt Peter
Neu im Vorstand (von links): Hermann Brenner, Jakob Hug, Josef Grob und Franz Eugster. (Bild: Kurt Peter)

Neu im Vorstand (von links): Hermann Brenner, Jakob Hug, Josef Grob und Franz Eugster. (Bild: Kurt Peter)

«Der Spagat zwischen rentabler Waldwirtschaft und weiteren Nutzungen wird sich weiter vergrössern, nur ein korrekter, mindestens kostendeckender Holzpreis könnte die Probleme lösen.» Mit diesen Worten begrüsste Wald Thurgau ad interims Präsident Georg Müller die Delegierten im Saal des Gasthauses Trauben in Weinfelden. Trotz boomender Holzkette sei der Preis weiter gesunken, «die wirtschaftliche Schmerzgrenze ist erreicht», sagte Müller. Für den Verband habe die im Kanton bekannte Abkürzung BTS eine andere, negative Bedeutung: «Borkenkäfer, Trockenheit, Sturm». Die Abwärtsspirale machen allen Beteiligten Sorgen.

Verbandsstrukturen wurden optimiert

Im Jahresbericht machte Müller klar, dass vom konjunkturellen Hoch bei der gesamten nachgelagerten Holzkette die Waldbesitzer sehr wenig oder gar nichts spürten. «Der Holzboom geht an uns vorbei», meinte er. Dies, obwohl der Verband solidarisch an der Werbung und Lieferung des Rohstoffes Holz mitarbeite. Die grossen Mengen, welche auf dem Markt seien und noch kommen würden, verunmöglichten mit grösster Wahrscheinlichkeit eine weiterhin saubere und sichere Waldwirtschaft. Der Verband habe die Herausforderung angenommen und versuche weiterhin, die Hausaufgaben zu bewältigen.

Am Montagabend wurde den Delegierten das Konzept «Zukunft Wald Thurgau» vorgelegt. Eine Arbeitsgruppe habe die Strukturen des Verbandes optimiert, erklärte Georg Müller. Wald Thurgau solle gestärkt werden, um so schneller auf die dramatisch veränderten Anforderungen reagieren zu können. Auch solle die Stimme der 9000 Waldbesitzer endlich geeinter und solidarischer auftreten können. Der Versammlung lägen nun die neuen Statuten vor, die zur Bestätigung eine Zweidrittelmehrheit benötigten. Die Delegierten stimmten den neuen Statuten ohne Diskussion und ohne Gegenstimme zu.

Neu werden zwei Delegierte pro Forstrevier zu den Versammlungen eingeladen. Diese Delegiertenversammlung bezeichnete Georg Müller als «Waldrat». In diesem sollten seiner Meinung nach vorwiegend Waldbesitzer Einsitz nehmen. Um die professionellere Führung finanziell zu decken, wurde der Hektarbeitrag von bisher 20000 Franken auf 40000 Franken verdoppelt. Dennoch sieht das Budget einen Verlust von 12 550 Franken vor.

Josef Grob zum Präsidenten gewählt

Mit dem Rücktritt von Georg Müller und Walter Koch mussten neue Vorstandsmitglieder gewählt werden. Josef Grob wurde als neuer Präsident bestätigt, neu in den Vorstand wurden Hermann Brenner, Franz Eugster und Jakob Hug in den Vorstand gewählt. Zuvor hatten die Delegierten die Rechnung genehmigt. Der Verlust von 28000 Franken sei angesichts des Eigenkapitals von neu 141000 Franken tolerierbar, erklärte Kassier Walter Koch.

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