Thurgauer Lehrer fordern mehr Lohn

Weinfelden. Es müsse sich einiges ändern, wenn nicht immer mehr Lehrkräfte frühzeitig amtsmüde werden sollen, fordert der Verband Bildung Thurgau an seiner Delegiertenversammlung. Auch beim Lohn sieht der Verband Handlungsbedarf.

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Weinfelden. Es müsse sich einiges ändern, wenn nicht immer mehr Lehrkräfte frühzeitig amtsmüde werden sollen, fordert der Verband Bildung Thurgau an seiner Delegiertenversammlung. Auch beim Lohn sieht der Verband Handlungsbedarf.

«Löhne um 1 Prozent gehoben»

Regierungsrätin Monika Knill erklärte, dass in diesem Jahr der Lohn der Lehrer um 1 Prozent angepasst worden sei – während für die Kaufkrafterhaltung nur 0,7 Prozent nötig gewesen wären.

Vergleiche man dies mit den Löhnen in der Privatwirtschaft, so lasse sich feststellen, dass im Thurgau die Löhne in den letzten fünf Jahren in der Privatwirtschaft um 8,7, bei den Staatsangestellten aber um 13 Prozent gestiegen seien.

«Einstiegslöhne zu niedrig»

Diese Ansicht, dass die Thurgauer Lehrer sich in einer komfortablen Ausgangslage befänden, mochte der Präsident des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LHC), Beat Zemp, nicht teilen.

So seien die Einstiegslöhne im Thurgau auf den diversen Stufen seit 1993 um zwischen 0,3 und 17,3 Prozent gesunken. «Der Thurgauer Lehrer verdient heute weniger als 1993 – und das trägt sicherlich nicht zur Motivation der Lehrer bei.» (cl)

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