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Thurgauer Grünliberale wollen wieder ins Bundeshaus

Die GLP Thurgau tritt im eidgenössischen Wahlherbst nicht nur mit einem eigenen Kandidaten zur Ständeratswahl an. Sie will auch den vor vier Jahren verlorenen Sitz im Nationalrat zurückerobern.
Christian Kamm
Ein Sitz im Nationalrat als Jahresziel (von links): Stefan Leuthold, Ueli Fisch, Robert Meyer und Irina Meyer. (Bild: ck)

Ein Sitz im Nationalrat als Jahresziel (von links): Stefan Leuthold, Ueli Fisch, Robert Meyer und Irina Meyer. (Bild: ck)

Licht und Schatten bescherte der vergangene Wahlsonntag den Thurgauer Grünliberalen. So konnte der Stadtratssitz in Bischofszell verteidigt werden. In Frauenfeld hingegen schaffte GLP-Kandidat Stefan Leuthold den Sprung in die Exekutive nicht. An ihrer Jahrespressekonferenz vom Dienstag gab sich die Partei mit Blick auf die eidgenössischen Wahlen im Herbst weiter kämpferisch. Zwar ist formell noch nichts beschlossen, aber die Grünliberalen bekräftigten ihre Absicht, an der Ständeratswahl teilzunehmen. «Diese Wahl ist interessant, weil es hier einen vakanten Sitz gibt», sagte Kantonsrat Ueli Fisch.

Personalfrage noch nicht entschieden

Wer für die Nachfolge von Roland Eberle (SVP) in den Ring steigen wird, lässt die GLP noch offen. Angesichts der beschränkten personellen Ressourcen einer Kleinpartei käme es wohl für niemanden überraschend, wenn Fisch selber in die Hosen steigen würde. Zumal er seit seinem Regierungsratswahlkampf von 2016 bereits kantonsweit bekannt ist.

Mit Sicherheit dürfte Fisch auf der Nationalratsliste zu finden sein. Gleich mit drei Listen wollen die Grünliberalen antreten – eine davon mit der letztes Jahr offiziell gegründeten Jungpartei. «Vorher waren wir eine parteiinterne Arbeitsgruppe», informierte die Präsidentin der Jungen GLP, Irina Meyer. Das Ziel ist laut Parteipräsident Robert Meyer klar: «Zurück nach Bern.» Man wolle den 2015 verlorenen Nationalratssitz zurückerobern. Dass die GLP das nur im Rahmen einer Listenverbindung schaffen kann, ist allen Beteiligten klar. Entsprechende Gespräche liefen bereits, sagte Meyer. «Jeder redet zur Zeit mit jedem.» Tabus gebe es dabei nicht sehr viele, sagte Ueli Fisch. «Es geht vor allem um das Rechnerische.» Nominieren werden die Grünliberalen am 24. April.

Thematisch setzt die Partei zum einen auf den Klimaschutz. Leuthold: «Wir sehen hier auch eine Chance für die Wirtschaft, innovative Produkte auf den Markt zu bringen.» Seine Partei wolle beim Klimaschutz eine schweizweit führende Rolle spielen, bekräftigte Robert Meyer. Zum Markenkern der GLP gehört ferner Offenheit gegenüber Europa und dem Rahmenabkommen mit der EU. Zudem steht man für Innovation, Bildung und Forschung ein.

Von sieben auf zehn Grossratssitze

Ebenfalls schon dieses Jahr werden die Weichen für die kantonalen Wahlen vom 15. März 2020 gestellt. Hier nimmt die Partei ein «euphorisches Ziel» (Fisch) ins Visier: Die GLP-Vertretung soll von sieben auf zehn Mitglieder anwachsen. «Das wäre eine Anerkennung für unsere Arbeit und ist nicht unrealistisch», sagte Leuthold. Als kleine Partei nimmt die GLP laut Fisch eine gewisse Oppositionsrolle im Kanton wahr: «Wir versuchen, nadelstichmässig unterwegs zu sein.» Gleichzeitig übernehme man immer mehr Verantwortung, auch auf Gemeindeebene.

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