Thurgauer FDP hat viel Macht in Kantonsbetrieben

Drucken
Teilen

Mandate Der Kanton Thurgau muss das Verwaltungsratspräsidium der Thurmed AG, der Dachgesellschaft der kantonalen Spitäler, neu besetzen. Das 25-Prozent-Mandat wurde im Dezember öffentlich ausgeschrieben – die Suche läuft. Viel zu sagen hat heute in bei den kantonseigenen Anstalten und Betrieben die FDP: Drei der vier selbstständigen Anstalten sind freisinnig geführt. FDP-Mitglied René Bock präsidiert seit 2008 den Bankrat der Thurgauer Kantonalbank. Hans Munz, ehemaliger Präsident der FDP-Fraktion im Grossen Rat, ist seit 2014 Präsident des Schulrats der Pädagogischen Hochschule Thurgau. Als Präsident der Pensionskasse Thurgau hat FDP-Mann Gustav Saxer am 1. Januar 2018 den FDP-Mann Anders Stokholm abgelöst. Nur bei der Thurgauer Gebäudeversicherung steht mit Urs Obrecht ein ehemaliger CVP-Kantonsrat an oberster Stelle.

Carlo Parolari wird als Favorit gehandelt

Ein FDP-Vertreter führt auch eine der beiden grossen kantonseigenen Aktiengesellschaften: Im Elektrizitätswerk, EKT AG, amtiert alt Kantonsrat Peter Schütz als Verwaltungsratspräsident. Auch der andere Betrieb dieser Kategorie kommt möglicherweise im November 2018 unter FDP-Kommando: die Thurmed AG. Verwaltungsratspräsident Robert Fürer (CVP) tritt altershalber in den Ruhestand. Als möglicher Nachfolger gehandelt wird Carlo Parolari, Fraktionspräsident der FDP im Grossen Rat und Thurmed-Verwaltungsrat. Er selber lässt offen, ob er kandidieren wird.

Laut Regierungsrat Jakob Stark können sich auch ausserkantonale Interessenten für das Amt bewerben. Die kantonale Verankerung sei «wichtig, aber nicht ausschlaggebend». Die Parteizugehörigkeit werde nicht hoch bewertet: «Das hat hier keine Tradition.» Die Bewerbungsfrist für das VR-Präsidium der Thurmed läuft noch bis zum 15. Februar. (wu)