In Weinfelden lässt sich gut leben

WEINFELDEN. Das Dorf im Mittelthurgau gehört zu den aufstrebenden Orten. Das Städteranking der Wirtschaftszeitschrift «Bilanz» zählt Weinfelden zu den vier attraktivsten Ortschaften in der Ostschweiz.

Esther Simon
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Spitze in Freizeit und Erholung: Weinfelden zwischen Thur und Ottenberg, fotografiert am 26. April 2012. (Bild: Max Iseli/fomax Weinfelden)

Spitze in Freizeit und Erholung: Weinfelden zwischen Thur und Ottenberg, fotografiert am 26. April 2012. (Bild: Max Iseli/fomax Weinfelden)

Tigerstaaten nennt man Länder, die sich kontinuierlich hocharbeiten. So gesehen ist Weinfelden die Tigerstadt im Thurgau. Gemäss dem neusten Städteranking der Schweizer Wirtschaftszeitschrift «Bilanz» liegt das Dorf, das partout keine Stadt sein will, im Thurgau zwar noch hinter seinem ewigen Rivalen Frauenfeld an zweiter Stelle. Aber die Weinfelder konnten gegenüber dem Städteranking im Vorjahr ganze 16 Punkte gutmachen und liegen aktuell auf dem 57. Rang, wogegen Frauenfeld fünf Punkte liegenlassen musste und sich nun immerhin auf Platz 31 von 140 Städten sieht.

Ganz vorne in der Ostschweiz

Nach St. Gallen, Rapperswil-Jona und Frauenfeld ist Weinfelden punkto Lebensqualität die viertbeste Stadt in der Ostschweiz. Ausgewertet hat die «Bilanz» insgesamt elf Kriterien, darunter die Bereiche Einkaufsstruktur, Verkehr und Mobilität, Kaufkraft und Arbeitsmarkt sowie die Gebiete Freizeit und Erholung.

Im Kanton Thurgau konnte sich gegenüber dem Vorjahr nur noch die Stadt Arbon verbessern, vom 129. auf den 126. Platz.

Vögeli: «Nicht überbewerten»

Amriswil dagegen musste ebenfalls Punkte abgeben und liegt nun auf Platz 132. Die Stadt Kreuzlingen mit ihren 20 000 Einwohnern verlor fünf Punkte und besetzt aktuell Platz 84 in der Rangliste der «Bilanz».

Die absolute Grösse einer Stadt war allerdings kein Kriterium. Bewertet wurden 140 Ortschaften in der Schweiz mit 10 000 und mehr Einwohnern. Gemeindeammann Max Vögeli freut sich natürlich über die Rangierung der Zeitschrift. Gleichzeitig will er aber solche Ranglisten nicht überbewerten. Es gebe auch Bewertungskriterien, die ebenso wichtig sind, die man aber nicht messen könne, sagt Vögeli. Dazu zählten eine gute Gesprächskultur oder ein funktionierendes Vereinsleben. Der Gemeindeammann anerkennt aber, dass die Vergleiche der «Bilanz» nützlich sind und auch Handlungsfelder aufzeigen. Fazit für Max Vögeli: «Wir müssen täglich mit guten Leistungen überzeugen.»

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