Parlament entscheidet am 21. März über Marktplatz-Gestaltung

WEINFELDEN. Die Belebung und die Infrastruktur des Marktplatzes sind Dauerthemen in Weinfelden. Jetzt kommt Bewegung in die Sache. Der Gemeinderat präsentiert eine Lösung.

Esther Simon
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Die Breakdance-Gruppe Turning Point belebte den Weinfelder Marktplatz im Rahmen eines Jugendprojektes. (Archivbild: Nana do Carmo)

Die Breakdance-Gruppe Turning Point belebte den Weinfelder Marktplatz im Rahmen eines Jugendprojektes. (Archivbild: Nana do Carmo)

Das Weinfelder Gemeindeparlament entscheidet bereits an seiner nächsten Sitzung vom 21. März über die Infrastruktur auf dem Marktplatz. Der Gemeinderat hat die nötigen Vorbereitungen für den Parlamentsentscheid getroffen und die Botschaft zuhanden des Parlamentes an seiner Sitzung von letzter Woche verabschiedet, wie Gemeindeammann Max Vögeli bestätigt.

250 000 Franken für den Marktplatz hatte das Parlament bereits im vergangenen Dezember mit dem Budget 2013 genehmigt.

Nachhaltigkeit verlangt

«In der Botschaft geht es lediglich um die Infrastruktur auf dem Marktplatz, nicht um Aktivitäten», sagt der Gemeindeammann. Vögeli hatte bei früherer Gelegenheit betont, der Gemeinderat sei kein Weinfelder Festkomitee. Zur Belebung des Marktplatzes erwarte der Gemeinderat Beiträge von Gewerbe und Detaillisten, von Vereinen und aus der Bevölkerung.

Keinen Aktionismus auf dem Marktplatz, sondern eine gewisse Nachhaltigkeit hatte denn auch das Gemeindeparlament in seiner Debatte über das Budget 2012 im Dezember 2011 gewünscht.

«Summer in the City»

Im Dezember 2011 hatte der Gemeinderat dem Parlament ein Grobkonzept für die Belebung des Marktplatzes unterbreitet. Es hiess «Summer in the City» und sah vor, im Frühsommer 2012 sportliche und kulturelle Anlässe sowie Kinderprogramme auf dem Marktplatz anzubieten.

Auf Antrag von Heinz Schadegg (SVP) hatte das Parlament jedoch den für diese Aktionen verlangten Kredit von 80 000 Franken zurückgewiesen und dem Gemeinderat noch 5000 Franken zugestanden. Eine ebenfalls von Heinz Schadegg angeregte Arbeitsgruppe hatte sich dann im vergangenen Jahr mit dem Thema Marktplatz befasst. Weil die Botschaft für die Sitzung vom 21. März erst diese Woche an die Parlamentarier verschickt wird, wollte Max Vögeli letzte Woche noch keine Details bekanntgeben.

«Vielen Leuten gerecht werden»

Der Gemeindeammann sieht die Belebung des Marktplatzes allerdings nach wie vor kontrovers: «Alles, was wir im Dorf machen, muss möglichst vielen Menschen gerecht werden.» Vögeli: «Es gibt in Weinfelden auch Leute, die nicht so viele Aktivitäten auf dem Marktplatz wollen.» In den vergangenen zwei Jahren hatte die CVP-Ortspartei Aktionen auf dem Marktplatz veranstaltet. Sie waren in Teilen der Bevölkerung gut angekommen. Die Partei will nun die Sitzung abwarten (siehe Kasten).