Mitreden bei der Stadtentwicklung

Am kommenden Mittwochabend präsentieren Mitarbeiter des Netzwerks Altstadt ihre Analyse über Weinfelden. Interessierte können am öffentlichen Anlass ihre Wünsche und Ideen zur Entwicklung des Ortszentrums einbringen.

Mario Testa
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Gemeindepräsident Max Vögeli und Bauamtsleiter Martin Belz halten die Stadtanalyse über Weinfelden in den Händen. (Bild: Mario Testa)

Gemeindepräsident Max Vögeli und Bauamtsleiter Martin Belz halten die Stadtanalyse über Weinfelden in den Händen. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. «Das ist eine Riesenkiste, wenn ich sehe, was wir alles unter einen Hut bringen wollen», sagt Max Vögeli. Der Gemeindepräsident spricht von den vielen parallel laufenden Projekten rund um die Weiterentwicklung der Gemeinde Weinfelden: Konzept Langsamverkehr, Ortsplanungsrevision, Nutzungskonzept Dorfkern. Die ersten beiden Projekte laufen bereits, und aktuell steht der Startschuss zum dritten an. «Wir haben vor rund einem Jahr dem Netzwerk Altstadt (siehe Kasten) den Auftrag für eine Stadtanalyse gegeben. Diese ist nun abgeschlossen, und wir wollen sie am kommenden Mittwoch der Bevölkerung vorstellen.»

Am öffentlichen Informationsanlass im Rathaussaal (siehe Kasten) werden die beiden Verfasser, Paul Dominik Hasler und Martin Beutler, ihre Analyse mit den Schlussfolgerungen und Empfehlungen präsentieren. Im Anschluss haben alle Interessierten die Gelegenheit, ihre Ideen und Wünsche für die Weiterentwicklung des Ortszentrums einzubringen. Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Analyse und der Anregungen aus der Bevölkerung werden sich die beiden Mitarbeiter des Netzwerks Altstadt und die zehnköpfige Begleitgruppe, bestehend aus Anwohnern, Detaillisten, Gastronomen und Vertretern der Politik, in den kommenden Monaten an die Erarbeitung eines Nutzungskonzepts für den Weinfelder Ortskern machen.

Objektiver Blick von Experten

Der Begleitgruppe gehört in beratender Funktion auch Bauamtsleiter Martin Belz an. Bei ihm laufen die Fäden für die Ortsentwicklung zusammen. «Es ist ein spannender Prozess, aber uns ist auch klar, dass die Gemeinde nicht alleine die Entwicklung des Zentrums definieren kann. Bei einem Gestaltungsprozess sollen nicht nur Erwartungen an die Gemeinde gerichtet werden, sondern auch die verschiedenen Akteure ihren Beitrag leisten, damit es in die richtige Richtung gehen kann», sagt Belz, und Max Vögeli ergänzt: «Wir sind sehr froh, haben wir nun diese Analyse des Netzwerks als Grundlage für die weiteren Schritte in den Händen. Sie bietet uns einen objektiven Blick von aussen auf unsere Gemeinde, von ausgewiesenen Fachleuten, die schon eine ganze Reihe solcher Stadtanalysen in der ganzen Schweiz verfasst haben.»

Nach der Informationsveranstaltung vom kommenden Mittwoch hat die Begleitgruppe rund ein halbes Jahr Zeit, eine Nutzungsstrategie für den Ortskern auszuarbeiten. «Wir gehen davon aus, dass die Strategie im kommenden Frühling vorliegt», sagt Martin Belz.

Unbefangen an den Anlass

Auf den Inhalt der Stadtanalyse möchten Belz und Vögeli noch nicht eingehen. «Das machen die beiden Experten als Moderatoren dann am Mittwochabend. Die Interessierten sollen unbefangen an den Informations- und Diskussionsanlass gehen können», sagt Max Vögeli. «Zudem wollen wir der Nutzungsstrategie nicht vorgreifen. Das ist ein umfangreicher Arbeitsschritt, der jetzt angegangen wird.» Interessierte können die Analyse jedoch bereits heute auf der Website der Gemeinde anschauen und herunterladen.

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