«Ich diene Weinfelden gerne»

Am 8. März kandidiert Max Vögeli wieder als Gemeindeammann. Er ist der einzige Kandidat. Vögeli erklärt sich diese Tatsache mit guter Arbeit in der Vergangenheit und hofft, dass das die Stimmbürger auch so sehen.

Esther Simon
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Der Weinfelder Gemeindeammann Max Vögeli während des Interviews mit der Thurgauer Zeitung. (Bild: Reto Martin)

Der Weinfelder Gemeindeammann Max Vögeli während des Interviews mit der Thurgauer Zeitung. (Bild: Reto Martin)

Im Dorf nennt man Sie König Max. Sind Sie denn ein König?

Max Vögeli: Die Krone haben mir wohl eher die Medien aufgesetzt. So wie es auch verschiedene Vögel in einem Dorf gibt, wird der Königstitel heutzutage doch sehr inflationär vergeben. Es lebe die Apfelkönigin!

Am 8. März findet die Wahl ins Weinfelder Gemeindepräsidium statt. Sie haben keinen Gegenkandidaten. Wie erklären Sie sich das?

Vögeli: Ich hoffe, dass der Grund bei den guten Projekten und Entscheiden des Gemeinderates und des Parlaments liegt.

Sie sind seit 14 Jahren Gemeindeammann von Weinfelden. Was spornt Sie an, in diesem Amt weiterzumachen?

Vögeli: Ich habe Freude an meiner Arbeit. Ich hoffe, dass man das auch spürt.

Erhalten Sie denn Reaktionen aus der Bevölkerung?

Vögeli: Ja, die Leute schätzen es, dass meine Türe offen ist. Dabei höre ich Positives, aber auch Kritik. Beides ist wichtig.

Seit 645 Jahren gibt es Gemeindeammänner in Weinfelden. Fühlen Sie sich in dieser Tradition?

Vögeli: Es ist für mich ein Privileg, Weinfelden als Gemeindeammann zu dienen. Wie bereits bekannt, werde ich aber der letzte sein. Ab Juni heisst es nämlich Gemeindepräsident.

Was tun Sie am liebsten in Ihrem Beruf?

Vögeli: Welche Arbeit auch immer, ich kommuniziere gerne direkt mit den Leuten und ziehe ein persönliches Gespräch den elektronischen Hilfsmitteln vor.

Und welcher Arbeit gingen Sie am liebsten aus dem Weg?

Vögeli: Wenn ich jetzt sagen würde, den Apéros, glaubt mir das niemand. Ich auch nicht!

Haben Sie Ambitionen? Wollen Sie Regierungsrat werden?

Vögeli: In der Politik sollte man keine Karriereplanung machen. Meine Ambition ist, Tag für Tag gute Arbeit zu leisten.

Warum sollte man in der Politik keine Karriereplanung machen?

Vögeli: In der Politik läuft es sehr oft so, dass man zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist. Das kann man nicht planen.

Sind Ihrer Ansicht nach weitere Gemeindefusionen im Thurgau nötig?

Vögeli: Es hat im Kanton Thurgau viele kleine und kleinere Gemeinden. Für mich steht eine Zusammenarbeit im Vordergrund. Wenn diese in verschiedenen Bereichen gut klappt, kann eine Fusion geprüft oder allenfalls überflüssig werden. Ein Diktat von oben ist sicher der falsche Weg.

Die Wahl vom 8. März – die wievielte Volkswahl wird es für Sie sein? Sie waren ja, bevor Sie ins Gemeindeammannamt gewählt wurden, Notar und Grundbuchverwalter in Weinfelden.

Vögeli: Es wird für mich die neunte Volkswahl sein.

In den vergangenen Wahlgängen haben Sie immer Spitzenresultate erzielt. Was bedeutet ein solches Resultat für Sie?

Vögeli: Es ist natürlich eine grosse Genugtuung und eine Motivationsspritze. Ich verstehe ein gutes Resultat auch als Dank der Bevölkerung.

Was können die Weinfelder Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in der nächsten Legislaturperiode von Ihnen erwarten?

Vögeli: Wie bisher: vollen Einsatz.

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