Die Jodler warten auf den Frühling

WEINFELDEN. Über 300 Besucher zeigten sich am Unterhaltungsabend des Jodlerklubs Weinfelden begeistert. Der Gesang der 4 Frauen und 16 Männer wurde von Vogelgezwitscher begleitet. Dazu passte auch die Dekoration im Hintergrund.

Rudolf Steiner
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Sängerinnen und Sänger des Jodelklubs Weinfelden im Thurgauerhof. (Bild: Rudolf Steiner)

Sängerinnen und Sänger des Jodelklubs Weinfelden im Thurgauerhof. (Bild: Rudolf Steiner)

WEINFELDEN. Es ist den Jodlerinnen und Jodlern um Präsident Urban Helbling und Dirigent Ferdi Barmettler gelungen, die rund 340 Besucherinnen und Besucher im Thurgauerhof mit einem abwechslungsreichen Programm zu begeistern. «Wir wollen vom gängigen Ablauf der traditionellen Unterhaltungsabende landauf, landab weg kommen», erklärte Urban Helbling, der Präsident des Jodlerklubs Weinfelden.

Sehnsucht nach der Sonne

Dabei war beim Inhalt ihrer Lieder zu spüren, dass man sich nach der unverfälschten Natur mit Vogelgezwitscher, nach reiner Bergluft und wärmender Frühlingssonne wie bei «Mir Jodellüt» und «Ä nöie Tag» sehnt. Mit stoischer Ruhe und urwüchsiger Stimmkraft präsentierten die 16 Jodler und 4 Jodlerinnen ihre Lieder und Juchzer. Beim «Waldfride Jutz» ertönte von den Vögeln auf der originellen, von Jodler Beat Rieser erstellten Dekoration sogar richtiges Vogelgezwitscher. Das immer wieder aufkommende Gerücht, dass die Jodlerinnen und Jodler ihre Hände wegen des verspäteten Frühlingsbeginns und des nach wie vor regierenden Winters in den Hosentaschen, beziehungsweise unter den Schürzen aufwärmen, kam der Realität aber ziemlich nahe.

Unkompliziert und optimistisch ging es danach bei den von den «Singing Sailors» gesungenen Seemannsliedern, den Shanties, zu und her.

Den Anker lichten

Abwechslungsweise auf Deutsch und Englisch gesungen, lichteten sie auf ihrem «Hamborger Veermaster» den Anker, setzten die Segel und nahmen das Publikum mit auf die hohe See. Unterbrochen wurden die Liedvorträge mit witzigen Ansagen des 64jährigen Jodlers und Landwirts Ernst Gaxer, einer Wundertüte an originellen Witzen und Sketches. Auch die drei Geschwister Gisela (Kontrabass), Emil (Hackbrett) und Erwin Steuble (Akkordeon) der Familienkapelle «Lemestägegruess» aus Schlatt AI liessen sich nicht lumpen und trugen mit ihren erfrischend aufgespielten Polkas und Ländlern zum in allen Teilen gelungenen Programm bei.