Der Feind wäre über den Bodensee gekommen

Die Schweizer Militärs stuften die Sicherheitslage noch Mitte der 1980er-Jahre als sehr bedrohlich ein. Das geht aus Dokumenten hervor, die der Verein Festungsgürtel Kreuzlingen in einer Broschüre herausgegeben hat. Hauptfeind waren die Staaten des Warschauer Paktes. Noch am 1.

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Die Schweizer Militärs stuften die Sicherheitslage noch Mitte der 1980er-Jahre als sehr bedrohlich ein. Das geht aus Dokumenten hervor, die der Verein Festungsgürtel Kreuzlingen in einer Broschüre herausgegeben hat. Hauptfeind waren die Staaten des Warschauer Paktes. Noch am 1. Januar 1985 gab der damalige Kommandant, Brigadier Ernst Mühlemann, den Einsatzbefehl «Chretzer» heraus. Mühlemann ging davon aus, dass der Feind auf breiter Front zwischen Arbon und Mammern über den See und die Landenge von Konstanz angreifen und in die Räume Frauenfeld und Wil stossen könnte. Nach einem Durchbruch im Raum Rorschach wäre ein Angriff durch den Oberthurgau in den Raum Frauenfeld möglich, lautete eine weitere Feindannahme. Während des Volksaufstandes 1956 in Ungarn sowie während des Aufstandes der Tschechen im Prager Frühling 1968 herrschte erhöhte Bereitschaft. Diese galt zum Beispiel für Panzersperren, Sprengobjekte und die Treibstoffversorgung. (es.)

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