Oberstes Ziel heisst Eingliederung

Die Invalidenversicherung (IV) ist 50 Jahre alt. Aus diesem Anlass präsentiert die IV Thurgau eine Sonderschau an der Wega. Sie soll den Besuchern vermitteln, dass die IV in erster Linie da ist, um Menschen einzugliedern.

Esther Simon
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weinfelden. An prominenter Lage, zwischen der Autoausstellung im Soussol des «Thurgauerhofs» und der Ausstellung Gesundheit und Bewegung, ist die Wega-Sonderschau «50 Jahre Invalidenversicherung» plaziert.

Die IV-Sonderschau werde denn auch sehr gut besucht, sagt Daniel Naef, Abteilungsleiter IV Thurgau, das Interesse am Thema sei gross. Bei der Sonderschau handelt es sich zwar um eine Ausstellung, die vom Bundesamt für Sozialversicherungen gestaltet worden ist und die im Jubiläumsjahr der IV durch die Schweiz reist.

Ängste abbauen

Aber der Kanton habe sie gerne übernommen; denn die Ziele seien sowohl auf Bundes- als auch auf Kantonsebene die gleichen, sagt Naef. Das Stichwort heisse Eingliederung von Behinderten.

Amtschef Anders Stokholm und Mitarbeitende der IV Thurgau wollen Besuchern vermitteln, dass die IV nicht in erster Linie da ist, um Renten auszurichten, sondern um Menschen einzugliedern. Seit der fünften IV-Revision 2008 unterstützen Eingliederungsverantwortliche diese Bestrebungen.

Ziel der Ausstellung ist, der Bevölkerung und den Arbeitgebern den Auftrag und die Arbeit der IV näherzubringen sowie Unsicherheiten, Ängste und Tabus abzubauen. Von den rund 300 000 Unternehmen in der Schweiz beschäftigen immerhin 21 000 Firmen Menschen mit Behinderungen.

Auf offene Ohren gestossen

Es wären weitere 95 000 Unternehmen bereit, Menschen mit Behinderungen zu integrieren.

Im Thurgau habe man die Wirtschaft auf die Eingliederung sensibilisiert und sei auf offene Ohren gestossen, sagt Naef.