WEINFELDEN: Pflicht und Kür einer Zentrumsgemeinde

An der Jahresversammlung des Hauseigentümerverbandes Region Weinfelden erläuterte Gemeindepräsident Max Vögeli die heutige Stellung und Funktion der Gemeinde.

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Gemeindepräsident Max Vögeli im Gespräch mit Werner Fleischmann, Präsident des Hauseigentümerverbands Region Weinfelden. (Bild: PD)

Gemeindepräsident Max Vögeli im Gespräch mit Werner Fleischmann, Präsident des Hauseigentümerverbands Region Weinfelden. (Bild: PD)

«Vermieten sie ihre Wohnung lieber 100 Franken billiger und wählen sie einen seriösen Mieter», sagt Werner Fleischmann. «Mieterwechsel und Leerstand kostet sie viel mehr». Der Präsident des Hauseigentümerverbands Region Weinfelden sprach an der Jahresversammlung vom Montagabend von einer anhaltend schwierigen Lage für Vermieter, die nicht mehr so einfach sei, wie noch vor wenigen Jahren. Die Mieten lieber leicht zu reduzieren empfiehlt er auch für Ladenflächen. «Vermieten sie diese lieber günstiger. Es ist besser für ihr Portemonnaie, für die angrenzenden Ladenbesitzer und für die Attraktivität des Dorfes mit den Kunden», sagt Fleischmann zu den 180 anwesenden Mitgliedern im Rathaussaal.

Einstimmig genehmigten die Mitglieder den Jahresbericht und die von Kassierin Gabi Neeser vorgelegte Jahresrechnung 2017 mit erfreulichem Gewinn. Ohne Gegenstimme folgten die Anwesenden auch dem Antrag des Vorstandes, den Mitgliederbeitrag von 50 Franken für Einfamilienhäuser sowie 80 Franken für Mehrfamilienhäuser zu belassen.

Neue Wertvorstellungen für das Zusammenleben

Gemeinderat Max Vögeli ging in seiner Rede auf die Entwicklung der Gesellschaft ein, und wie sich Weinfelden dieser stellt. Der Drang nach Selbstverwirklichung und die Abkehr von traditionellen Werten führe zu neuen Formen des Zusammenlebens und zu grossen Herausforderungen. «Wir haben Pflicht- und Küraufgaben zu erfüllen, die sich überschneiden und wir müssen eine Leistung erbringen», sagt er. Herausfordernd seien zum Beispiel die steigenden Gesundheitskosten, das Bevölkerungswachstum oder die Umweltbelastung. Er wies auch darauf hin, dass zurzeit die raumplanerischen Instrumente wie Richt- und Zonenplan und Baureglement unter Mitwirkung der Bevölkerung überarbeitet wurden und hofft: «Wir sind auf der Zielgerade und erwarten die Bewilligung durch den Kanton Ende Jahr.» (red)

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