WEINFELDEN: Der Anstecker als Aufhänger

An der Bundesfeier der Gemeinde hat Grossratspräsidentin Heidi Grau-Lanz die Festrede gehalten. Sie verglich das 1.-August-Abzeichen mit der Gemeinde, dem Bezirk und der Schweiz.

Mario Testa
Drucken
Teilen
Die Thurgauer Grossratspräsidentin Heidi Grau-Lanz, flankiert von Weibelin Verena Schneiter, hält ihre Festrede unter der gleissenden Sonne auf dem Marktplatz. (Bild: Mario Testa)

Die Thurgauer Grossratspräsidentin Heidi Grau-Lanz, flankiert von Weibelin Verena Schneiter, hält ihre Festrede unter der gleissenden Sonne auf dem Marktplatz. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

mario.testa

@thurgauerzeitung.ch

Es ist rot, rund und reliefartig gestaltet – das diesjährige 1.-August-Abzeichen. Grossratspräsidentin Heidi Grau-Lanz nutzte es als Grundlage für ihre Rede an der Bundesfeier der Gemeinde Weinfelden auf dem Marktplatz. Die etwa 500 Besucher der Feier drängten sich derweil unters Sonnensegel und die vielen Sonnenschirme, um der Hitze der gleissenden Mittagssonne zu entfliehen. «Schade, dass immer weniger Leute ein 1.-August-Abzeichen tragen», sagt Heidi Grau. «Es ist auch nicht verwunderlich, wenn man weiss, dass es heute echt schwierig ist, an ein solches Abzeichen überhaupt heranzukommen. Immer mehr Poststellen verschwinden aus den Dörfern – und praktisch nur dort gibt es die Abzeichen zu kaufen.»

Sinnbildlich sehe sie in der Mitte des Abzeichens die Nochgemeinde Weinfelden mit dem alten Ortskern und der hervorragenden Gastronomie. «Ich sehe darin auch die zukünftige Stadt mit vielen engagierten Einwohnerinnen und Einwohnern.» Die weiteren Reliefstufen verglich sie mit dem Bezirk, dem Kanton, dem Land und schliesslich auch Europa und der Welt. Es sei bezeichnend, dass das Abzeichen keinen Rand habe, also keine Mauer: «Es steht für eine offene, ja weltoffene Schweiz. Wir sollten allen Bestrebungen, uns abzuschotten, widerstehen. Abschotten ist nicht schweizerisch und würde uns nur selbst schaden», kommt die Grossratspräsidentin zum Schluss ihrer Rede, in der sie die Zusammenarbeit auf allen Ebenen und das Gemeinsame und Verbindende herausstreicht.

Drei Lieder aus rund 500 Kehlen

Begrüsst zur Feier – an der die Mitglieder des Katholischen Frauenturnvereins Weinfelden wieder die Znünisäckli mit Weggen und Brötli an die Gäste verteilten und die Mitglieder des Männerchors Getränke ausschenkten – hatte Weinfeldens Gemeindepräsident Max Vögeli. «Wenn es einem in der Heimat sehr gut geht, beginnt man sie zu besingen», sagt er mit Anspielung auf den Hit des Sängers dä Brüeder vom Heinz. Zum Spiel des Musikvereins Weinfelden sang die Festgemeinde dann aber doch das originale Weinfelder Lied, das Thurgauer Lied und die Nationalhymne.

Aktuelle Nachrichten