Umzonung Hafenareal: Eine Einsprache

Die SBB als Eigentümerin wehrt sich gegen bauliche Einschränkungen auf dem Güterschuppenareal. Der Gemeinderat entscheidet nächste Woche.

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romanshorn. Die Bundesbahnen wollen nicht, dass auf dem Gelände Projekte verunmöglicht werden, wie sie die HRS plant. Der Generalunternehmer möchte am Hafen fünf Wohnblöcke mit Gewerberäumlichkeiten im Erdgeschoss bauen und hat dazu bereits eine entsprechende Vereinbarung mit den SBB unterschrieben.

Gemeinde sagt vorerst nichts

Die Bundesbahnen haben deshalb Einsprache erhoben gegen eine Zonenplanänderung im Hafengebiet, die eine Mitte April eingereichte Initiative der IG Hafen Romanshorn verlangt. Das Volksbegehren sieht vor, das Güterschuppenareal und angrenzende Parzellen der Hafenzone zuzuweisen. Damit wären im Gebiet nur noch Hotels, Restaurants oder Gewerbebetriebe im Zusammenhang mit der See- und Wasserfreizeitnutzung zulässig.

Bereits nächste Woche entscheidet der Gemeinderat über die Einsprache und arbeitet dann die Botschaft für die Abstimmung aus. Voraussichtlich kommt das Volksbegehren am 24. Oktober an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung vors Volk. Von der Gemeinde sind keine verbindlichen Auskünfte erhältlich. Gemeindeammann David H. Bon will sich im Moment nicht zur Angelegenheit äussern. Unklar bleibt so vorerst, wie sich der Gemeinderat zur Zonenplanänderung stellt.

Abstimmung hinfällig?

Die Ausgangslage ist kompliziert, weil ein Rekurs beim Verwaltungsgericht zum Gestaltungsplan über das Güterschuppenareal hängig ist. Kommt der Entscheid noch vor der Abstimmung über die Zonenplanänderung, ist diese möglicherweise hinfällig. «Es wäre sicher nicht von Vorteil», sagt IG-Präsident Martin Dempfle. (mso)