Romanshorner heissen Hafenzone gut

ROMANSHORN. Im zweiten Anlauf haben die Romanshorner die Hafenzone definitiv beschlossen. An der Rechnungsgemeinde der politischen Gemeinde gestern abend bestätigten sie den Entscheid vom letzten Herbst klar. 158 sprachen sich für die Umzonung des Hafengebietes aus, 68 waren dagegen.

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ROMANSHORN. Im zweiten Anlauf haben die Romanshorner die Hafenzone definitiv beschlossen. An der Rechnungsgemeinde der politischen Gemeinde gestern abend bestätigten sie den Entscheid vom letzten Herbst klar. 158 sprachen sich für die Umzonung des Hafengebietes aus, 68 waren dagegen.

Die Ausgangslage war eine völlig andere, weil nicht mehr 800 Personen in die evangelische Kirche gekommen waren wie im letzten Oktober, sondern nur noch 232. Es gab wieder eine längere Diskussion, bei der sich Befürworter und Gegner zu Wort meldeten. Vize-Gemeindeammann Danilo Clematide wies darauf hin, dass bei einem Ja ein Rechtsstreit mit den SBB folgen könnte, wenn diese als Grundeigentümerin Rekurs gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung einreichen würde. Möglich sei auch eine Klage wegen materieller Enteignung. In dieser Zeit werde der Amriswiler Unternehmer Hermann Hess mit seinem Hafenhotel-Projekt sicher nicht zum Zuge bei den SBB kommen, sagte Clematide.

Eine deutliche Mehrheit der Anwesenden liess sich von dieser Aussicht aber nicht abschrecken. «Sagen wir Nein, sind wir die Lachnummer des Bezirks, ja des ganzen Landes», warnte Ernst Johner. Vor allem könne nur mit der Hafenzone sicher gestellt werden, dass keine Wohnblöcke auf dem Gelände gebaut würden, wie sie die HRS plante, sagte Martin Dempfle, der Präsident der IG Hafen. Die Hafenzone ist deren Idee.

Die Wiederholung der Abstimmung war nötig geworden, weil die Stimmbürger an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung im letzten Herbst eine Änderung der ursprünglichen Version der Hafenzone beschlossen hatten. (mso)