Einigkeit über Pläne für Löwen-Areal

KREUZLINGEN. Die Grundeigentümer des städtebaulichen Sorgenkindes «Löwen-Sallmann-Areal» und die Stadt Kreuzlingen stellen ein Bebauungsprojekt vor. Aus einem Studienauftrag erkor eine Jury einen Vorschlag aus München zum Sieger. Mit dem Projekt sind alle Beteiligten einverstanden.

Urs Brüschweiler
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Blick aus Nordwesten auf das Modell des bebauten Löwen-Sallmann-Areals mit den zwei Hochhäusern. (Bild: pd)

Blick aus Nordwesten auf das Modell des bebauten Löwen-Sallmann-Areals mit den zwei Hochhäusern. (Bild: pd)

«Das freut mich ganz gewaltig», sagte Stadtrat Michael Dörflinger. Die Stadt Kreuzlingen hatte zur Pressekonferenz geladen, um ein neues Projekt für das Löwen-Sallmann-Areal vorzustellen. Seit gut einem Jahrzehnt wird in diesem wichtigen und zentralen Gebiet der Stadt geplant, der nachhaltige Erfolg blieb aber stets aus. Im letzten Jahr habe man noch einmal ganz frisch angefangen, erzählt Dörflinger. Das Planungsteam Sallmannpark hatte in Absprache mit der Stadtverwaltung beschlossen, einen Studienauftrag durchzuführen.

Allen Bedürfnissen gerecht

Vier Monate lang hatten in der Folge vier ausgewählte Architekturbüros das Gebiet zwischen Rathaus, Gasthaus Löwen, Alterszentrum und Sallmannpark analysiert und mögliche Bebauungsvorschläge erarbeitet. Einiges war dabei zu beachten: es musste städtebaulich hochwertig sein, der respektvolle Umgang mit der historischen Häuserzeile entlang der Hauptstrasse musste gewährleistet werden und natürlich den Bedürfnissen der unterschiedlichen Grundeigentümer musste Rechnung getragen werden.

Zwei Hochhäuser im Zentrum

Das Beurteilungsgremium, in welchem die Stadt, Fachexperten und Grundeigentümer vertreten waren, entschied sich dann einstimmig dafür, den Projektvorschlag des Büros Hild und K aus München zum Sieger zu küren. Es sieht zwei schlangenförmige Baukörper vor, die jeweils mit einem Hochhaus abgeschlossen werden. Der Sallmannpark wird so bis weit in das Areal hinein erweitert. Dieses Konzept werde als starker Akzent gewertet, welcher in der Lage sei, der Mitte Kreuzlingens eine eigene neue Identität zu geben ohne als Fremdkörper zu wirken, heisst es im Bericht des Gremiums. «Eine spezielle Urbanität» werde diesem Ort gegeben, sagte Jurypräsident Carl Fingerhuth, der auch der Kreuzlinger Stadtbildkommission vorsitzt. Insbesondere mit den beiden Hochhäusern, werde hier die architektonische Sprache in der Stadt im Zentrum weitergeführt.

Alle Landbesitzer einverstanden

Peter Enggist vertrat an der Pressekonferenz die Grundeigentümer. Er sagte, man hätte sich lange gegen eine Gesamtplanung gewehrt, doch mit diesem Projekt seien alle Landbesitzer «sehr glücklich». Enggist hatte selber nicht daran geglaubt, dass man sich so schnell und klar für einen Projektvorschlag entscheiden könne. Er machte Komplimente in Richtung des Jurypräsidenten Carl Fingerhuth. Nun möchte man man möglichst schnell loslegen.

Die vier Projekte werden von heute bis zum 24. März an Werktagen von 17 bis 19 Uhr sowie am Samstag zwischen 14 und 16 Uhr im Klausenraum (Hinterhaus Hauptstrasse 88a) ausgestellt.

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