Er radelt durch Indonesien

Leo Villiger vom Schloss Hub in Fruthwilen hat auf seiner Asienreise bereits die ersten 600 Kilometer mit dem Fahrrad hinter sich gebracht. Am Ziel in Ruteng, auf der Insel Flores, werden es 6000 Kilometer sein.

Josef Dähler
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Leo Villiger aus Fruthwilen. (Archivbild: Nana do Carmo)

Leo Villiger aus Fruthwilen. (Archivbild: Nana do Carmo)

Für den gut 58 Lenze zählenden Kleinbauern und selbständigen Waldarbeiter ist es schon die zwölfte grosse Velotour im Ausland. Nach gutem Flug von Zürich nach Singapur hat Leo Villiger aus Fruthwilen am 27. Dezember 2014 die Reise durch die Inseln Malaysias, Sumatra und Flores gestartet. «Jetzt bin ich in der Hauptstadt Medan auf der grossen und langen Insel Sumatra», berichtet Villiger am 16. Januar am Telefon. «Die Tour von Singapur im Osten der Insel bis nach Kuala Lumpur war anstrengend. Die Strassen sind durchwegs gut. Aber die Nähe zum Äquator mit Tageswärme um die 30 und mehr Grade, die hohe Luftfeuchtigkeit und das hügelige Gelände verlangten viel von mir. Auch das fehlende Training im Herbst mag schuld sein. Dafür durfte ich viel Land und nette Leute kennen lernen. So in den Herbergen und bei den geplanten und angemeldeten Besuchen von ansässigen Schweizern», erzählt Villiger.

Interessante Erfahrungen

Vor allem interessierte ihn die Landwirtschaft. «Viehherden habe ich praktisch keine gesehen. Dafür riesige Flächen mit Früchten, Kaffee, Kokos und Gummibäumen. Gut geschlafen habe ich hauptsächlich in einfachen Herbergen», berichtet Leo Villiger weiter am Telefon. «Sprachlich war es bis jetzt etwas mühsam.» Die Landessprache verstehe er kaum. Englisch sprächen nur Wenige. Aber bei den zum Voraus geplanten Besuchen bei Schweizern konnte der Abenteurer sehr viel erfahren und genoss auch auch die Gastfreundschaft.

Nette Menschen

In der Nähe von Kuala Lumpur bestieg Villiger die Fähre nach Sumatra von wo er dann weiter Richtung der Grossstadt Medan pedalte. «In der Hauptstadt der nördlichen indonesischen Provinz von Sumatra lerne ich nette Menschen kennen.» Besonders auch bei den zum voraus geplanten Besuchen bei ausgewanderten Schweizern. «Jetzt freue ich mich auf die Weiterfahrt Richtung Südosten.»

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