«Die sogenannte Schlacht war eher ein Massaker»

Historiker Tobias Engelsing beschreibt die Ereignisse am 11. April 1499: 6000 Soldaten des Schwäbischen Bundes zogen frühmorgens von Konstanz gegen Ermatingen, weil sie dort 4000 Eidgenossen vermuteten, sie trafen aber nur auf 600 Verteidiger.

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Historiker Tobias Engelsing beschreibt die Ereignisse am 11. April 1499: 6000 Soldaten des Schwäbischen Bundes zogen frühmorgens von Konstanz gegen Ermatingen, weil sie dort 4000 Eidgenossen vermuteten, sie trafen aber nur auf 600 Verteidiger. 300 Thurgauer und die Bevölkerung wurden abgeschlachtet. Als die «Schwaben» sich mit der Beute ungeordnet zurückzogen, wurden sie bei Triboltingen von den Eidgenossen – rund 1500 Thurgauer, Berner, Luzerner und Freiburger – die in Schwaderloh lagerten, angegriffen und ebenfalls massakriert. Bilanz des Tages: rund 2500 Tote. «Die sogenannte Schlacht war eher ein gegenseitiges Massaker, das hasserfüllte Gegner aneinander verübten.» (ubr)

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