Der Biber erobert nun auch das Tägermoos

TÄGERWILEN. In den letzten Tagen sind im Tägermoos mehrere Spuren entdeckt worden, die erkennen lassen, dass mindestens ein Biber fleissig war. Ein Exemplar der grossen Nagetiere wurde sogar von einem Passanten gesichtet.

Leandra Reiser
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TÄGERWILEN. In den letzten Tagen sind im Tägermoos mehrere Spuren entdeckt worden, die erkennen lassen, dass mindestens ein Biber fleissig war. Ein Exemplar der grossen Nagetiere wurde sogar von einem Passanten gesichtet. Dieser habe den Biber bereits einige Male abends beim Fressen beobachten können. Philip Taxböck, Leiter des Pro-Natura-Projekts «Hallo Biber! Ostschweiz» erfreut sich an der erfolgreichen natürlichen Ausbreitung der pelzigen Nager. Mit seinem Projekt setzt er sich für den Lebensraum der Ostschweizer Biber ein.

Mehr positive Reaktionen

Die Stadt Konstanz meldete Philip Taxböck bereits die vom Biber angefressenen Bäume, die in ihrem Auftrag gepflanzt worden waren. Die einen stört er, die anderen freut er. Die Mehrheit der Reaktionen auf die Ausbreitung des Bibers zeichne sich trotz gelegentlicher Reklamationen aufgrund von angerichteten Schäden positiv aus, meint Taxböck. Im Thurgau habe es mittlerweile wieder circa 500 Biber, was im Gegensatz zu anderen Kantonen eine beträchtliche Zahl sei. Taxböck schaut zuversichtlich in die Zukunft des einst in der Schweiz ausgestorbenen Nagetiers: «Man lernt langsam, mit dem Biber zu leben.»