Bald geht es nach Java

Leo Villiger ist seit Ende Dezember wieder mit seinem Velo unterwegs. Demnächst erreicht der Fruthwiler die südöstliche Spitze der Insel Sumatra.

Josef Dähler
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FRUTHWILEN. «Mir geht es gut, ich fühle mich bei dieser Wärme relativ wohl, und mein gelobtes Velo hatte nie einen Platten», sagt Leo Villiger beim letzten Telefonat am 5. Februar. Der Fruthwiler ist am 27. Dezember mit seinem Velo in Singapur zu seiner Tour gestartet. Er durchfuhr einen Teil der Insel Malaysia und gelang mit der Fähre auf die Insel Sumatra und radelte bis in die Hauptstadt Medan.

Danach führte ihn seine Route nach Berastagi zum Toba-See. Der Vulkansee liegt auf 900 Metern über Meer und hat eine Länge von fast hundert Kilometern und ist bis zu 30 Kilometer breit. Mitten im See liegt die Insel Samosier. «Sie ist sehr beliebt bei Touristen», berichtet Villiger. Von dort radelte er Richtung Süden bis zur Hafenstadt Sibolga. Dann fuhr er weiter dem Meer entlang durch bekannte Städte und Dörfer. Sein nächstes Ziel ist die südöstliche Spitze der Insel Sumatra. Diese möchte er Mitte Februar erreichen und dann die Fähre zur Insel Java nehmen. Dann wird er auf dieser Tour beachtliche 2500 Kilometer absolviert haben.

Körper hat sich angewöhnt

«Es geht mir gut und ich erlebe viel Schönes und Gefreutes», erzählt der Fruthwiler. «Mein Körper hat sich an die Nähe zum Äquator sowie die 30 Grad am Tag und 20 Grad in der Nacht gewöhnt.» Der Himmel sei oft bewölkt und die fast täglichen kurzen Regengüsse seien wohltuend. «Bei der Fahrt entlang des Strandes erfrische ich mich täglich im Meer.» Auf den verschieden gut ausgebauten Strassen sei er der einzige Velofahrer. Das Volk fahre auf Motorrädern. «Ich freue mich auf jeden neuen Tag. Die Tageshelle beginnt um 6 Uhr und erfreut einen bis 17 Uhr. Das Entdecken einer neuen oft auch hügeligen Welt ist fast unbeschreiblich. Aber auch die netten Begegnungen am Abend in einfachen Herbergen in grösseren Dörfern oder Städten.»

Er versteht die Leute nicht

Vom Weltgeschehen vernehme er nichts. Von der Landessprache verstehe er praktisch nichts. Aber es sei köstlich, den Eingeborenen in den Herbergen beim Schwatzen zuzusehen und anhand ihrer Gesten seine Gedanken dazu zu schmieden.

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