Jungunternehmer vernetzen sich

KREUZLINGEN. Mit wertvollen Inputs sind die 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Nationalkongresses der Junior Chamber International Switzerland nach drei Tagen aus der Grenzstadt heimgereist.

Christian Lohr
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Jungunternehmer knüpfen Kontakte und tauschen sich aus. (Bild: cas)

Jungunternehmer knüpfen Kontakte und tauschen sich aus. (Bild: cas)

Der formale Höhepunkt der bedeutenden Veranstaltung der Jungunternehmer aus der ganzen Schweiz fand gestern morgen mit dem zweiten Teil der Generalversammlung im Dreispitzsaal statt. Es wurde in der Person des Tessiners Pietro Vicari der Nachfolger für die amtierende Präsidentin Liliane Kramer gewählt. Die Fribourgerin würdigte die drei Tage am Bodensee als gelungenen Anlass, «bei dem mich die im Kanton Thurgau gezeigte Vielfalt beeindruckt hat».

Am Paradies arbeiten

Prominentester Gast des erstmals im Thurgau durchgeführten Kongresses der Junior Chamber International Switzerland, der früheren Schweizerischen Jungen Wirtschaftskammer, war der JCI-Weltpräsident Roland Kweiman. Der Kameruner zeigte sich sehr vom Tagungsthema Paradies angetan. «Man spürt es, dass diese jungen Menschen mit viel Engagement am Aufbau ihres Paradieses für ein gutes Business arbeiten», sprach er das wertvolle Netzwerken untereinander an.

Den jungen Führungskräften wurde neben Betriebsbesichtigungen auch interessante Vorträge geboten, die als Motivationshilfe, aber auch als Anregung zum nachhaltigen Wirtschaften dienten.

So sprach beispielsweise Daniele Ganser über das «Peak Oil», Wilbert Sybesma zu «mehr Lebensqualität für Afrika», und Bauernpräsident Hansjörg Walter referierte über «die Liberalisierung in der Landwirtschaft».

Dialoge und Projekte

Das gesellschaftliche und kulinarische Element unter anderem mit einem Galaabend wurde von den rund 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv aufgenommen, freute sich Michael Berger als Direktor des Nako 2010. Zusammen mit weiteren 80 Personen aus den regionalen Kammern Frauenfeld, Oberthurgau und Untersee Kreuzlingen arbeitete er während dreieinhalb Jahren an den Vorbereitungen für diesen Event. In der Bodensee-Arena wurde viel gefeiert, aber auch der offene Dialog untereinander geführt.

Jeder sprach sich grundsätzlich mit du an, was zu einer lockeren Atmosphäre beitrug.

Brücken schlagen

Im Rahmen der Tradeshow wurden Projekte mit einem sozialen Hintergrund vorgestellt. «Wir tauschen uns mit anderen aus und machen auf unseren Einsatz für Alzheimer-Erkrankte aufmerksam», erklärte Roland Kupschina von der JCI Ausserschwyz.

Die Plattform wurde genutzt, um für wichtige Themen zu sensibilisieren, dies galt auch für die Vertreter der AHV-/IV-Stelle des Kantons Thurgau. Abteilungsleiter Daniel Naef bezeichnete es als gute Gelegenheit, die thematische Brücke zu jungen Wirtschaftsleuten zu bauen.