Euro stösst der Milch sauer auf

METTLEN. Der Milchmarkt bleibt unruhig. Die Wechselkurskrise macht den Milchverarbeitern schwer zu schaffen. Der Streit in der BOM soll beigelegt werden.

Mario Tosato
Merken
Drucken
Teilen
Defizit: Erstmals gibt es eine negative Aussenhandelsbilanz bei den Milchverarbeitern. (Bild: Nana do Carmo)

Defizit: Erstmals gibt es eine negative Aussenhandelsbilanz bei den Milchverarbeitern. (Bild: Nana do Carmo)

Nach wie vor ist es nicht gelungen, den Milchmarkt zu stabilisieren, erklärte Präsident Mathis Eggenberger an der Generalversammlung der Milchproduzenten-Organisation Ostschweiz in der Vermarktungshalle von Walter Arnold in Mettlen.

Jede kleinste Unsicherheit löse bereits eine Preissenkung am Markt aus. Der schwache Euro und starke Franken habe einen sehr negativen Einfluss auf die stark exportorientierte Milchindustrie und somit auch auf den Milchpreis. Wenn man die Entwicklung des Aussenhandels im Käsesektor betrachte, stelle man mit Erschrecken fest, dass die Schweizer Käse-Industrie im Berichtsjahr erstmals eine negative Handelsbilanz ausweise. Umgerechnet in Milchäquivalente seien dies rund10 Millionen Liter Milch.

Zerstrittenheit der BO-Milch

Eggenberger sieht in der Zerstrittenheit der Branchenorganisation Milch (BOM) eines der grössten Probleme. Er fordert die BOM-Mitglieder auf, die Vergangenheitsbewältigung aufzugeben und endlich umsetzbare zukunftsgerichtete Beschlüsse zu fassen. Trotz aller Probleme ist er aber klar der Meinung, dass es auch in Zukunft die BO-Milch als Plattform aller Marktpartner unbedingt brauche.

Walter Arnold nominiert

Für die nächste DV der BO Milch Anfang Mai sind lediglich Ersatzwahlen für drei zurücktretende Vorstandsmitglieder traktandiert. Neuwahlen werden voraussichtlich erst in einem Jahr stattfinden. Trotzdem nominierten die über 300 anwesenden Mitglieder der PO Ostschweiz bereits jetzt Walter Arnold einstimmig für eine weitere Amtsdauer als BO-Milch-Vorstandsmitglied.