Volksinitiative gegen Delphinhaltung im Kanton Thurgau

THURGAU. Nach den erfolglosen Gesprächen mit dem Connyland reagiert der Thurgauische Tierschutzverband: Er will eine Volksinitative gegen Delfinhaltung im Kanton Thurgau lancieren falls der National- und Ständerat in der nächsten Session kein gesamtschweizerisches Verbot der Delphinhaltung beschliesst.

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Geht es nach dem Thurgauischen Tierschutzverband, soll es bald keine Delphine mehr geben im Thurgau. (Archivbild: Daniela Ebinger)

Geht es nach dem Thurgauischen Tierschutzverband, soll es bald keine Delphine mehr geben im Thurgau. (Archivbild: Daniela Ebinger)

Der Vorstand des Thurgauischen Tierschutzverbandes hat an seiner Sitzung vom Montag beschlossen, eine kantonale Volksinitiative «Verbot der Haltung von Delphinen und anderen Meeressäugern im Kanton Thurgau» zu lancieren, falls der National- und Ständerat in der nächsten Session kein gesamtschweizerisches Verbot der Delphinhaltung beschliesst. «Für mich ist es ein Leichtes, 4000 Menschen zu finden, welche die Volksinitiative gegen Delphinhaltung unterschreiben», sagt Präsident Reinhold Zepf. Er sammelte bereits vor drei Jahren erfolgreich Unterschriften für eine Volksinitiative. Damals ging es um ein ganzjähriges Jagdverbot für Feldhasen.

Vereinbarung nicht unterschrieben
In den vergangenen Monaten hat der Thurgauische Tierschutzverband mit dem Connyland Gespräche geführt, um eine Lösung in der Delphinfrage zu erzielen. Die Verantwortlichen des Connylands haben die Vereinbarung über die mittel- bis langfristige (maximal 10 Jahre) Schliessung des Delphinariums in Lipperswil jedoch nicht unterzeichnet und die Gespräche am 14. März abgebrochen.

Entscheid in Sommersession
Der Nationalrat hat sich in der Frühlingssession für ein Verbot der Delphinhaltung ausgesprochen, der Ständerat will ein Importverbot für Delphine. Die nächste Session findet vom 29. Mai bis 15. Juni statt. (maw)

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