Tuurbärg, Haadehuus, Roopel

Die inzwischen aufgelöste kantonale Nomenklaturkommission hat die Orts- und Flurnamen über Jahrzehnte systematisch erfasst. Dabei orientierte sie sich am Sprachbild der heutigen Grossväter-Generation, das sie nach sprachwissenschaftlichen Grundsätzen festhielt.

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Die inzwischen aufgelöste kantonale Nomenklaturkommission hat die Orts- und Flurnamen über Jahrzehnte systematisch erfasst. Dabei orientierte sie sich am Sprachbild der heutigen Grossväter-Generation, das sie nach sprachwissenschaftlichen Grundsätzen festhielt. Dabei entstanden unleserliche Namen wie Tuurraa (Thurrain) oder Haadehuus (Haidenhaus). Der Thurberg hiess neu Tuurbärg, der Nollen wurde Nole geschrieben, Rotbühl bekam den Namen Roopel aufgedrückt.

Berichte der Thurgauer Zeitung über das Ausmass der Neuschreibung lösten vor zwei Jahren eine Welle der Empörung aus. Als Folge verordnete der Regierungsrat eine Kehrtwende für die 2400 Siedlungsnamen und bedeutende Flurnamen. 18 000 Flurnamen mit lokaler Bedeutung behalten die Mundartschreibweise. (wid)