Gegen kantonale Stelle für die Quellensteuer

FRAUENFELD. Für ausländische Arbeitskräfte, die zum Beispiel weniger als ein Jahr im Kanton wohnen, muss der Arbeitgeber die Steuern direkt vom Lohn abziehen. Der Thurgauer Regierungsrat sieht keinen Grund, die Abrechnung für diese Quellensteuer zu zentralisieren.

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FRAUENFELD. Für ausländische Arbeitskräfte, die zum Beispiel weniger als ein Jahr im Kanton wohnen, muss der Arbeitgeber die Steuern direkt vom Lohn abziehen. Der Thurgauer Regierungsrat sieht keinen Grund, die Abrechnung für diese Quellensteuer zu zentralisieren. Er empfiehlt dem Grossen Rat, eine entsprechende Motion von Astrid Ziegler (CVP, Mattwil), Ueli Fisch (GLP, Ottoberg) und Klemenz Somm (GLP, Kreuzlingen) abzulehnen. Diese wollen mit einer zentralen Stelle das Quellensteuerverfahren vereinfachen. Heute müssen die Arbeitgeber die Quellensteuer den einzelnen Wohnsitzgemeinden abliefern. Die Motionäre sind der Ansicht, dass dies gerade für grosse Arbeitgeber mit Mitarbeitern, die in verschiedenen Gemeinden wohnen, aufwendig ist. Ausserdem sei dieses Verfahren gerade für kleinere Gemeinden eine grosse Herausforderung.

Gemeinden gut aufgestellt

Der Regierungsrat kommt zu einem anderen Schluss – gestützt auf eine Umfrage unter den Gemeinden. Demnach spricht sich eine grosse Mehrheit der Gemeinden gegen eine Zentralisierung aus. Die Steuerämter seien fachlich und personell gut genug aufgestellt, um den Quellensteuerbezug zu bewältigen. Kleinere Gemeinden könnten fehlende Fachkenntnisse mit Anfragen bei der kantonalen Steuerverwaltung kompensieren, schreibt die Regierung.

Was die Arbeitgeber betrifft, verweist der Regierungsrat auf eine neue Internetplattform des Kantons, mit der eine Abrechnung mit einzelnen Wohnsitzsteuerämtern bereits entfällt. Weitere Effizienzgewinne liessen sich durch eine Zentralisierung nicht erreichen. (wid)

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