Gasser beschuldigt Ex-Mitarbeiter

LIPPERSWIL. Noch immer ist unklar, wie die Connyland-Delphine Shadow und Chelmers ums Leben gekommen sind. Roby Gasser, Chef des Connyland, behauptet nun, dass ehemalige Mitarbeiter die Tiere vergiftet haben sollen.

Drucken
Teilen
Roby Gasser (Bild: Nana Do Carmo/Archiv)

Roby Gasser (Bild: Nana Do Carmo/Archiv)

Im November 2011 starben innerhalb von einer Woche zwei Delphin-Männchen im Lipperswiler Freizeitpark Connyland, die Todesumstände liegen noch immer im Dunkeln. Nun erhebt Connyland-Chef Roby Gasser in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» schwere Vorwürfe gegen ehemalige Mitarbeiter: Diese hätten die Tiere gezielt vergiftet. «Gewisse haben die Seiten gewechselt und arbeiten nun mit deutschen Tierschutzorganisationen zusammen», begründet Gasser seine Vermutung. «Diese kennen natürlich exakt unsere Abläufe und wissen, welche Delfine welches Futter erhalten.»

Roby Gasser (Bild: Nana Do Carmo/Archiv)

Roby Gasser (Bild: Nana Do Carmo/Archiv)

Zudem zweifelt Roby Gasser die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft an, die ergeben hatten, dass ein Antibiotikum zum Tod geführt habe. «Blödsinn, die haben keine Ahnung von Delphinen», so Gasser gegenüber der «Aargauer Zeitung». Die Abklärungen des Connylands hätten gezeigt, dass im Blut der Meeressäuger ein Medikament gewesen sei, das weder das Team des Freizeitparks noch die Tierärzte verwendet hätten. «Das muss ihnen also jemand von aussen gegeben haben. Deshalb sind wir absolut sicher, dass die Delphine vergiftet wurden.» Licht ins Dunkel bringen könnte ein neues Gutachten der Staatsanwaltschaft. Doch der Inhalt wird derzeit nicht kommuniziert.

Seit dem Tod von Shadow und Chelmers leben noch drei Delphine im Connyland. Die Verantwortlichen suchen derzeit nach einem neuen Zuhause für die Tiere, da das Delphinarium aufgrund des neuen Importverbots für Delphine geschlossen werden muss. (red.)