Diese Wahl wiegt mehr dank Ueli Fisch

Die Thurgauerinnen und Thurgauer halten an der Zauberformel fest. Eine Mehrheit folgt der Empfehlung der vier grossen Parteien und bestätigt das «Regierungspäckli». Ein Blick auf die Stimmenzahlen zeigt, dass sich deren Wähler solidarisch gezeigt haben.

David Angst
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Die Thurgauerinnen und Thurgauer halten an der Zauberformel fest. Eine Mehrheit folgt der Empfehlung der vier grossen Parteien und bestätigt das «Regierungspäckli». Ein Blick auf die Stimmenzahlen zeigt, dass sich deren Wähler solidarisch gezeigt haben. Carmen Haag (CVP) macht deshalb das beste Resultat auch dank der Stimmen von rechts und links.

Cornelia Komposch (SP) liegt nur wenig hinter Jakob Stark und Monika Knill, obwohl ihre Partei deutlich weniger Wählerpotenzial hat als die SVP. Und nur knapp hinter ihr liegt der neue FDP-Regierungsrat Walter Schönholzer, der auf Kaspar Schläpfer folgt. Die GLP mit Ueli Fisch geht leer aus.

SP-Regierungsrätin Cornelia Komposch, die erst im letzten Sommer in die Regierung einzog, kann sich nun gewiss sein, dass sie auch bei einem grossen Teil der bürgerlichen Wähler Rückhalt hat.

Für Schönholzer und Komposch ist die Wahl umso mehr wert, als ein durchaus respektabler Herausforderer zur Verfügung stand – wenn auch einer mit einer kleinen Hausmacht. Gerade Walter Schönholzer gibt der Sieg nach dieser Kampfwahl eine höhere Legitimation, als wenn er im Schlafwagen nach Frauenfeld gefahren wäre.

Aber Ueli Fisch trat natürlich nicht an, um Komposchs und Schönholzers Wahl zu legitimieren. Er wollte selber gewählt werden. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er als Aussenseiter diesen Kampf angenommen hat. Und es ist ihm zu gönnen, dass er ein respektables Resultat gemacht hat.

david.angst@thurgauerzeitung.ch

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