Beschwerde gegen Neubau des Kunstmuseums

WEINFELDEN. Der Streit um den Neubau des Kunstmuseums Thurgau in der Kartause Ittingen geht weiter. Gegen die Finanzierung des 13-Millionen-Projekts ist eine Beschwerde hängig, wie am Mittwoch im Grossen Rat in Weinfelden bekannt wurde.

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Das Kunstmuseum des Kantons Thurgau in der Kartause Ittingen soll ein Facelifting erfahren. (Bild: Reto Martin)

Das Kunstmuseum des Kantons Thurgau in der Kartause Ittingen soll ein Facelifting erfahren. (Bild: Reto Martin)

Die Beschwerde richtet sich gegen den Beschluss des Grossen Rats, der Anfang Dezember mit dem Budget 2014 auch einem Objektkredit für die Sanierung des Kunstmuseums zugestimmt hatte. Für die Behandlung der Beschwerde habe der Regierungsrat einen Rechtsanwalt eingeschaltet, informierte Finanzdirektor Bernhard Koch.

"Moralisch bedenklich"
Klemenz Somm (Grünliberale/Kreuzlingen) wollte anlässlich der Budgetdebatte einen Objektkredit über 4,6 Millionen Franken für die Sanierung des Kunstmuseums Thurgau streichen. Diese Sanierung löst einen Kunstmuseum-Neubau aus, der rund 13 Millionen Franken kostet; 11,3 Millionen will der Regierungsrat dem Lotteriefonds entnehmen.

Mehrere Parlamentarier kritisierten in der mehrstündigen Debatte, der Regierungsrat wolle das Kunstmuseum mit einem «Kunstgriff» in den Lotteriefonds bauen; das sei rechtlich fragwürdig und moralisch bedenklich. Das Lotteriefonds-Geld sei nicht für Grossprojekte gedacht.

Unter keinem guten Stern
Das Projekt «Kunstmuseum» stand von Beginn weg unter keinem guten Stern. Der Regierungsrat machte Fehler im Submissionsverfahren und musste die Sache auf eine neue Schiene bringen. Einen Wettbewerb will der Regierungsrat aber weiterhin nicht durchführen, was auf breite Kritik stösst. (sda)

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