ABSTIMMUNG: Pädagogische Hochschule Thurgau kann bauen

Die Thurgauer Stimmbevölkerung sagt Ja zum Erweiterungsbau 2 der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) in Kreuzlingen. Kostenpunkt: 26,9 Millionen Franken. Die Stimmbeteiligung lag bei tiefen 25 Prozent – wohl mangels einer nationalen Abstimmung.

Sebastian Keller
Drucken
Teilen
Platzmangel zwang die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) in Kreuzlingen, neben dem Hauptgebäude ein Provisorium zu erstellen. Jetzt kann sie bauen. (Bild: Reto Martin)

Platzmangel zwang die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) in Kreuzlingen, neben dem Hauptgebäude ein Provisorium zu erstellen. Jetzt kann sie bauen. (Bild: Reto Martin)

22'341 Personen legten ein Ja in die Urne, 18'669 Personen ein Nein. In einigen Gemeinden, etwa Bürglen und Romanshorn, überwog die Nein-Mehrheit. Der Grossteil der Parteien hatten die Ja-Parole für diese Abstimmung gefasst; auch im Grossen Rat, dem Kantonsparlament, stimmten die grosse Mehrheit der Volksvertreter dem Millionenkredit zu.

Platzprobleme an der Schule

Grund für den Erweiterungsbau ist ein Platzproblem: An der ursprünglich für 350 Studentinnen und Studentinnen ausgerichteten Schule sind derzeit knapp 800 angehende Lehrpersonen eingeschrieben. Der Erweiterungsbau kommt auf dem "Campus Bildung Kreuzlingen" zu liegen. Dieser besteht aus der PHTG, der Pädagogischen Maturitätsschule und der Kantonsschule Kreuzlingen. Der Erweiterungsbau der Hochschule ersetzt verschiedene Mietlösungen in Kreuzlinger Gebäude.

Knill: "Wichtiger Schritt"

Monika Knill, Bildungsdirektorin des Kantons Thurgau, zeigt sich gemäss Mitteilung der Staatskanzlei erfreut über den Ausgang der Abstimmung. «Der Erweiterungsbau ist ein wichtiger Schritt in der 184-jährigen Tradition der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung im Thurgau und dient in erster Linie unseren Volksschulen mit ihren jetzigen und künftigen Lehrpersonen. Deshalb freut es mich sehr, dass das Thurgauer Stimmvolk heute Ja gesagt hat zu diesem Schritt.» Der Bau sei eine kosteneffiziente Massnahme, um den gestiegenen Studierendenzahlen der Pädagogischen Hochschule gerecht zu werden. Gegner der Vorlage kritisierten im eher lauen Abstimmungskampf die Kosten. Von einem "teuren Bildungstempel" war die Rede, von einem "Luxusbau". Weiter kritisierten die Gegner, dass zu wenig Parkplätze geplant seien.

Der Erweiterungsbau wird auf der Spielwiese des Schreiberschulhauses in Kreuzlingen – vis-à-vis des bestehenden PH-Baus – realisiert. Es entsteht Platz für die Ausbildung in bildnerischem Gestalten der PHTG und der Pädagogische Maturitätsschule. Zudem sind Schulungsräume für das Fach Hauswirtschaft, das zurzeit an der PHTG für die Sekundarstufe I nicht angeboten werden kann, geplant. Weiter werden das Prorektorat Weiterbildung und Dienstleistung, die Forschung und die Informatik sowie die immer bedeutender werdende Medienbildung Platz im Erweiterungsbau erhalten.

<em>Unser Kommentar zum Abstimmungsergebnis unter diesem Link</em>