Scheune unter Schutz gestellt

Sirnach. Die neu gegründete Hof Rütibach AG hat die Liegenschaft Rütibachhof in Wiezikon erworben und beabsichtigt, dort eine Hundepension und Hundeschule einzurichten. Ursprünglich wollte die Bauherrschaft die alte Scheune neben dem Wohnhaus abbrechen und die jüngere Scheune stehen zu lassen.

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Sirnach. Die neu gegründete Hof Rütibach AG hat die Liegenschaft Rütibachhof in Wiezikon erworben und beabsichtigt, dort eine Hundepension und Hundeschule einzurichten. Ursprünglich wollte die Bauherrschaft die alte Scheune neben dem Wohnhaus abbrechen und die jüngere Scheune stehen zu lassen. Ein Augenschein mit der kantonalen Denkmalpflege zeigte, dass die ältere Scheune von historischer Bedeutung ist, da sie ein Ensemble mit dem Wohnhaus bildet. Die Scheune wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert von Bauleuten des Klosters Fischingen errichtet.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts erfuhr der Ökonomiebau eine nordseitige Erweiterung. 1924 entstand nordwestseitig ein Anbau.

Wohnhaus ist Schutzobjekt

Die Hof Rütibach AG hat zwei Baugesuche eingereicht: Das erste möchte das Wohnhaus umbauen und renovieren. Die Arbeiten wurden mit der kantonalen Denkmalpflege abgesprochen. Das Wohnhaus ist ein Schutzobjekt der Gemeinde Sirnach. Das zweite Baugesuch betrifft die beiden Scheunen. Die jüngere, störende Stallbaute wird abgebrochen.

Bei der älteren Scheune werden nur die jüngeren Anbauten abgebrochen, damit die ursprüngliche Scheune wieder in Erscheinung tritt. Die geplanten Arbeiten wurden mit der kantonalen Denkmalpflege abgesprochen. Die Scheune steht bisher noch nicht unter Schutz. Das heisst, dass das kantonale Raumplanungsamt die Umnutzung in Garagen und Lagerraum nicht bewilligen kann. Dies teilt die Gemeinde Sirnach mit.

Die Bausubstanz erhalten

Damit die geplanten Umnutzungen in Koordination mit dem Anspruch, die wertvolle Bausubstanz zu erhalten, realisiert werden können, beantragt die Bauherrschaft, die Scheune in ihrer ehemaligen Grundkonstruktion unter Schutz zu stellen. Um den denkmalpflegerischen Wert des Objektes zu bewahren, ist sicherzustellen, dass das Haus in seiner Substanz ungeschmälert erhalten bleibt.

Dementsprechend erweisen sich gemäss den Sirnacher Gemeindemitteilungen folgende Anordnungen als gerechtfertigt: Erhaltung der Grundkonstruktion und des architektonischen Ausdrucks; Entfernen der störenden An- und Zubauten; keine neuen Zusatzbauten und Anlagen sowie Erhaltung und Pflege von Konstruktion, Fassade und Dach. (red.)

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