RICKENBACH: Administrative Hilfe verbessert Budget

Die Gemeinde Rickenbach schliesst das Jahr 2015 mit einem geringen Verlust. Dieser ist aber fast 300 000 Franken unter dem budgetierten Defizit. Grund sei unter anderem das neue Krankenkassen-Case-Management, sagt der Gemeindepräsident.

Adrian Grzonka
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Ivan Knobel Gemeindepräsident Rickenbach (Bild: Olaf Kühne)

Ivan Knobel Gemeindepräsident Rickenbach (Bild: Olaf Kühne)

RICKENBACH. Die Politische Gemeinde Rickenbach hat für das vergangene Jahr einen kleineren Verlust zu verbuchen als erwartet. Knapp 26 000 Franken beträgt das Defizit für 2015. Gerechnet wurde mit einem Minus von 312 000 Franken. Gegenüber dem Budget ergibt dies eine Besserung von 287 000 Franken, welche «hauptsächlich auf die positive Entwicklung im Bereich der sozialen Wohlfahrt zurückzuführen ist», wie die Gemeinde schreibt. Dies betreffe die Sozialhilfe sowie den Bereich der Krankenversicherungen, welche beide besser abgeschnitten hätten als budgetiert, sagt Gemeindepräsident Ivan Knobel.

Rückzahlung stark verbessert

Bei der Sozialhilfe seien gegenüber dem Budget 80 000 Franken weniger als erwartet ausgegeben worden, im Bereich der Sozialversicherungen gar 120 000. Letzteres sei vor allem auf die verbesserte Rückerstattung von ausstehenden Krankenkassenprämien zurückzuführen: 80 000 Franken konnten in diesem Bereich laut Knobel 2015 eingespart werden.

Vor gut einem Jahr hat die Politische Gemeinde Rickenbach ein sogenanntes Krankenkassen-Case-Management ins Leben gerufen, das nun das Gemeindebudget erheblich entlastet. Dieses unterstützt säumige Prämienzahler bei der Rückzahlung der ausstehenden Beträge. Diese Hilfestellung lohnt sich auch für die Gemeinde: Denn, zahlt jemand trotz Betreibung die Versicherungsprämien oder Kostenbeteiligungen nicht, müssen im Kanton Thurgau seit 2012 die Gemeinden zu 85 dafür aufkommen (siehe Kasten). Zudem fallen bei ausbleibenden Zahlungen zusätzliche Kosten für Bearbeitung und Betreibung an.

Steuerfuss bleibt unverändert

Wie die Gemeinde Rickenbach weiter schreibt, wird im laufenden Jahr der Steuerfuss unverändert bei 51 Prozent bleiben. Auf letztes Jahr wurde dieser um fünf Prozentpunkte erhöht, unter anderem, weil 2014 die Sozialausgaben stark gestiegen waren. Mit dem Steuerfuss von 51 Prozent rechnet die Gemeinde für 2016 mit einem knappen Gewinn von rund 10 000 Franken.

Zwei Sanierungen stehen an

Der Voranschlag für 2016 wird an der Gemeindeversammlung vom 15. März präsentiert. Zudem stehen der Kredit der Sanierung der Oberdorfstrasse sowie der Schulwegbeleuchtung an der Bachstrasse auf der Traktandenliste.

Die Gemeindeversammlung findet am 15. März um 20 Uhr im Singsaal des Thurlinden-Schulhauses im Anschluss an die Primarschulgemeindeversammlung statt.