ESCHLIKON: Nur die Grünliberalen legen sich fest

Tanja Bosshard und Linus Köppel kandidieren für das vakante Schulpräsidium. Die meisten Ortsparteien verzichten auf eine Wahlempfehlung.

Olaf Kühne
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Die beiden Kandidaten für das Eschliker Schulpräsidium, Tanja Bosshard und Linus Köppel, präsentierten sich am 12. Januar am bislang einzigen Podium der Öffentlichkeit. FDP-Präsident Thomas Rutishauser (Mitte) moderierte den Anlass. (Archivbild: Sandra Grünenfelder)

Die beiden Kandidaten für das Eschliker Schulpräsidium, Tanja Bosshard und Linus Köppel, präsentierten sich am 12. Januar am bislang einzigen Podium der Öffentlichkeit. FDP-Präsident Thomas Rutishauser (Mitte) moderierte den Anlass. (Archivbild: Sandra Grünenfelder)

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch

«Die SVP gibt keine Empfehlung für die Wahlen ab», beantwortet Ortsparteipräsident Stephan ­Süess die entsprechende Anfrage unserer Zeitung. Gleich tönt es von CVP-Präsident Toni Peterhans. Auch die Christdemokraten wollen sich nicht auf einen der Kandidaten für das Eschliker Schulpräsidium, Tanja Bosshard und Linus Köppel, festlegen. Beide seien parteilos, so Peterhans, ergo gebe die CVP auch keine Wahlempfehlung ab.

In die Karten blicken lässt sich SVP-Präsident Süess dennoch. Auf seinem Facebook-Profil prangt prominent ein Bild seines bereits ausgefüllten Wahl­zettels. Der Name darauf: Tanja Bosshard.

Gleich läuft es bei den Grünen, nur mit umgekehrten Vorzeichen. «Die Grünen Eschlikon geben keine Wahlempfehlung ab», sagt Parteipräsident Kurt Egger. «Aber ich bin im Unterstützungskomitee von Linus Köppel und empfehle ihn auch klar zur Wahl.»

Es sei einerseits Köppels beruflicher Werdegang, der für ihn spreche. Der 35-jährige Familienvater arbeitete nach seinem Wirtschaftsstudium erst in der Privatwirtschaft und unterrichtet nun an der Kanti St. Gallen Wirtschaft und Recht. Andererseits, sagt ­Egger weiter, habe sich Köppel am Wahlpodium im Gegensatz ­ zu seiner Kontrahentin klar zu ökologischer Nachhaltigkeit und sozialen Anliegen bekannt.

Glücklich über zwei valable Kandidaten

Noch nicht festgelegt hat sich die FDP. Ihr Präsident Thomas Rutishauser hat dieses Jahr den Vorsitz der Eschliker Interpartei inne und moderierte deshalb vor zwei Wochen auch das Wahlpodium. Er will das Thema erst innerhalb der Partei besprechen, sagt aber: «Wir können uns glücklich schätzen, dass wir die Wahl zwischen zwei valablen Kandidaten haben.» Schliesslich sei dies auf ­Gemeindeebene keine Selbstverständlichkeit.

Klar festgelegt haben sich hingegen die Grünliberalen. In einer ausführlichen Medienmitteilung begründet die Partei ihre Empfehlung für Linus Köppel. «Als Kantonsschullehrer und Ökonom bringt er langjährige ­Erfahrung aus Schule und Wirtschaft mit», schreibt alt Gemeindeammann und GLP-Kantonsrat Robert Meyer. Köppel sei deshalb mit der Bildungslandschaft und ihrer Entwicklung vertraut und verfüge zudem über vertiefte Kenntnisse von Führung und Wirtschaft.

Für die Wahl in die Schul­behörde empfiehlt die GLP die drei Bisherigen sowie für den vakanten Sitz den neu antretenden Markus Lumpert.