Eine Kampagne der leisen Töne

Roland A. Huber ist der dritte Mann im Rennen um das Frauenfelder Stadtpräsidium. Der BDP-Kantonsrat führt nach eigenem Bekunden einen bescheidenen Wahlkampf und hofft, dass er als Ur-Frauenfelder hinreichend bekannt ist.

Stefan Hilzinger
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Roland A. Huber mit Ehefrau Barbara auf der Schwelle zum Frauenfelder Rathaus. Die Frauenfelder sollen ihn aus Überzeugung wählen, sagt Huber (Bild: Stefan Hilzinger)

Roland A. Huber mit Ehefrau Barbara auf der Schwelle zum Frauenfelder Rathaus. Die Frauenfelder sollen ihn aus Überzeugung wählen, sagt Huber (Bild: Stefan Hilzinger)

FRAUENFELD. Das Wort Wahlkampf mag Roland A. Huber nicht. «Angesichts all dieser Kämpfe in der Welt», sagt der BDP-Kandidat für das Frauenfelder Stadtpräsidium. Lieber spricht er von Wahlwerbung oder von Wahlwerbekampagne.

Hubers Kampagne startete nicht mit der Eröffnung eines Kontaktbüros (Mitbewerber Anders Stokholm) oder mit der Einladung zu einem Waldfondue (Mitbewerber Andreas Wirth), sondern mit der offiziellen Einreichung seiner Kandidatur am vergangenen Donnerstag.

Demnächst im Internet

In den kommenden zwei Monaten will Huber einen «bescheidenen Wahlkampf» führen. «Ich nutze dazu die gängigen Informationsplattformen, wie etwa Zeitungen und Podiumsdiskussionen», sagt Huber. Auch eine Internetseite soll demnächst aufgeschaltet werden. «Da gab es leider technische Probleme, eigentlich hätte die Seite schon auf Anfang Jahr bereit sein sollen», sagt Huber.

Grosse Plakat- oder Standaktionen sind von ihm nicht zu erwarten. «Schon bei meinem Wahlkampf für den Grossen Rat gab's von mir keine Plakate zu sehen», sagt Huber. Die vier grossen Plakate auf den gemeinsamen Stellwänden und die zwanzig kleineren an Kandelabern, wie sie die Stadt im öffentlichen Raum zulässt, werde er aber aufhängen.

Kleines Wahlteam

Die Frauenfelder und Frauenfelderinnen sollen Huber aus Überzeugung wählen können, und nicht wegen eines aufwendigen oder gar aggressiven Wahlkampfes. «Ich bin hier aufgewachsen. Ich kenne die Verhältnisse», sagt der langjährige Leiter der Musikschule Frauenfeld. In den vergangenen 30 Jahren sei er als Musiker, Dirigent und Musikpädagoge in der Stadt rund tausendmal öffentlich aufgetreten. «Ich hoffe, dass hat mir einen gewissen Grad an Bekanntheit eingetragen.» Ein kleines Team aus Familienmitgliedern und Freunden hilft ihm, seine Popularität in den nächsten Wochen noch zu steigern. «Und dann habe ich ja noch den einen oder anderen Auftritt», sagt er.

Rechnet mit zweitem Wahlgang

Als BDP-Politiker sieht Huber sich als unabhängigen Mann in der Mitte. «Nur eine Minderheit der Bevölkerung ist Parteimitglied. Die Frauenfelder haben in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass sie sich nicht an Parteiparolen orientieren.»

Als Frauenfelder habe er sich zu den brennenden Themen der Stadt eine Meinung gemacht, und er werde zu dem einen oder anderen Problem schon seine Ideen präsentieren. «Ich habe grundsätzlich eine positive Einstellung, was die jüngste Entwicklung der Stadt angeht.»

Roland A. Huber rechnet nicht damit, dass die Wahl schon im ersten Wahlgang entschieden wird. «Dafür liegen die drei Kandidaten politisch zu nahe beieinander.»