Das Amphitheater ist Geschichte

Gestern ist das Amphitheater in Pfyn abgebrochen worden. Doch die Veranstaltungsreihe zur Kulturhauptstadt geht weiter.

Beat W. Hollenstein
Drucken
Teilen
Das Amphitheater war einen Sommer lang Symbol der Kulturhauptstadt. (Bild: Beat W. Hollenstein)

Das Amphitheater war einen Sommer lang Symbol der Kulturhauptstadt. (Bild: Beat W. Hollenstein)

PFYN. Baumstämme und Hanfseile liegen kreuz und quer am Boden, als wäre ein Jahrhundertsturm über das Land gefegt. Der Pfyner Gemeindearbeiter Willy Grünenfelder und Revierförster Urs Bühler haben gestern Mittwoch mit dem Rückbau des Amphitheaters bei der Trotte begonnen. Dieses war im letzten April errichtet worden und stolzer Mittelpunkt der «Kulturhauptstadt der Schweiz».

Bis diesen Samstag werden die 25 Kubikmeter Holz akkurat aufgeschichtet bereitliegen zur Versteigerung. Diese ist von 10 bis 12 Uhr angesetzt, begleitet von einer kleinen Festwirtschaft.

Erbaut als Lehrlingsprojekt

Das Amphitheater war in der zweiten Aprilhälfte mit Hilfe von 50 Lehrlingen der thurgauischen Holzbranche für 60 000 Franken errichtet worden. Der Bevölkerung in Erinnerung bleiben dürften unter anderem Anlässe wie die Gemeindeversammlung als Auftakt am 30. Mai, das Schwingfest und der Film «Hosenlupf» mit Beat Schlatter, ein Countryabend und die Schulabschlussfeier zum Thema «Römer». Das Amphitheater mag der Geschichte angehören, nicht vorbei ist jedoch die Veranstaltungsreihe zur Kulturhauptstadt.

Gartenzwerge als Spielfiguren

Vom 10. bis 18. November wird in der Trotte gespielt. Das Künstlerduo Interpixel aus Zürich, Eva Maria Würth und Philippe Sablonier, bringen das raumfüllende Spiel «Gartenzwerg im Kopf» mit, das sich an das bekannte «Monopoly» anlehnt, inhaltlich jedoch um politische, soziale und ökologische Fragen erweitert wurde. Je nachdem, welche Politik die bis zu 18 Mitspieler verfolgen, endet das Spiel im Kapitalismus, Liberalismus oder Kommunismus. Anmelden können sich Einzelpersonen, Schulklassen und Vereine unter Tel. 043 817 20 00 oder mail@interpixel.com.

Schliesslich hält Matthias Kuhn am 16. November, 18.30 Uhr, in der «Krone» einen Vortrag über den Mediziner und Magnetiseur Franz Anton Mesmer, dessen Besuche im Pfyner Gasthaus im frühen 19. Jahrhundert in einigen wenigen bis heute erhaltenen Fragmenten belegt sind.

Aktuelle Nachrichten