Bundeshaus in trüben Wassern

MÜLLHEIM. Im Rosenweiher in Müllheim steigt auch heuer die Crazy Night. Als Kulisse fungiert das Bundeshaus mitten im Weiher. Es werden mehrere tausend Gäste erwartet.

Severin Schwendener
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TV-Müllheim-Präsident Josua Heubi zeigt den Plan für das Bundeshaus. (Bild: Severin Schwendener)

TV-Müllheim-Präsident Josua Heubi zeigt den Plan für das Bundeshaus. (Bild: Severin Schwendener)

Es hat bereits Tradition: rund 20 Mitglieder des Turnvereins Müllheim ziehen im Juli eine Woche Ferien ein und lassen im Rosenweiher die Kulisse für eine der heissesten Parties der Region entstehen.

Es ist Zeit für die Crazy Night, und wie immer scheuen Organisatoren und Helfer keine Mühen. Im Schweisse ihres Angesichts schleppen sie Tonnen von Material auf das Areal und in den Weiher, damit am Vorabend des 1. August den Partygästen eine imposante Kulisse geboten werden kann.

Variante «Titanic» verworfen

Dieses Jahr wird das Bundeshaus mitsamt Bundesplatz im Müllheimer Rosenweiher zu stehen kommen. Der TV Müllheim hat die angedachte Variante «Titanic» verworfen und sich stattdessen für das politische Zentrum der Schweiz entschieden.

Bereits am ersten Tag der Vorbereitungen wird deutlich, dass nicht mit der kleinen Kelle angerührt wird. Ein riesiges Dach beginnt sich zwischen den Bäumen aufzuspannen, damit auch bei Regen im Trockenen gefeiert werden kann, und ein wesentlicher Teil des Rosenweihers verschwindet unter der Plattform, die später den Bundesplatz darstellen wird.

Wasserspiel als Herausforderung

«Eine Herausforderung wird das Wasserspiel auf dem Bundesplatz sein», verrät Josua Heubi, Präsident des TV Müllheim. «Wir sind noch nicht sicher, ob und wie wir das gegebenenfalls installieren. Auf jeden Fall haben wir genug Platz für die Gäste.»

Diese werden zahlreich erwartet, auch wenn Heubi nicht erwartet, den Rekord von 4500 Besuchern aus dem letzten Jahr knacken zu können. «Dafür ist der Wochentag etwas ungünstig. Letztes Jahr war der 31. Juli an einem Sonntag, heuer ist er an einem Dienstag. Aber wenn 3000 Gäste kommen, sind wir sehr zufrieden.»

Eine Zahl, die trotz des Wochentages erreicht werden dürfte, die Crazy Night hat sich über die letzten Jahre zu einer festen Grösse weit über die Region hinaus etabliert, die entsprechende Facebook-Seite registrierte bereits am Samstag über 650 definitive Zusagen.

Zur Attraktivität der Party trägt neben der einmaligen Lokalität im Rosenweiher natürlich auch die hervorragende Organisation bei. Das OK ist perfekt eingespielt, alles klappt wie am Schnürchen, es wird an alles und jeden gedacht.

Mehrere Bars – eine davon im Bundeshaus –, die bereits bekannten DJ Schnippo und DJ Eseljäger mit aktueller Musik aus den Charts, kalte und warme Küche, ein Taxidienst: Das alles gehört zur Crazy Night und wird wohl auch 2012 die Zuschauer in Massen zum Rosenweiher locken.