Salenstein senkt weiter Steuern

Die Gemeinde Salenstein senkt den Steuerfuss um 6 Prozent. Mit dem aktuellen Budget bewilligte der Souverän auch den Kauf eines Feuerwehrfahrzeugs.

Margrith Pfister&kübler
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Salenstein. Die Turnhalle Salenstein bot am Donnerstagabend letztmals Platz für die Gemeindeversammlung. Sie wird Anfang März abgebrochen. Der Neubau der Mehrzweckhalle sei voll im Zeitplan, sagte Vize-Gemeindeammann Roland Nothhelfer.

Für die nächste Gemeindeversammlung Ende Mai gewährt das Berufs- und Bildungszentrum Arenenberg Gastrecht, sagte Gemeindeammann Peter Forster.

Lob für die Traummannschaft

An der Budgetversammlung, zu der 84 Stimmbürger gekommen waren, gab es von Forster viel Lob und Dank fürs Verwaltungs- und Behördenteam, das er als «Dream Team» bezeichnete. Eine vernünftige Finanzpolitik hat es laut Forster ermöglicht, dass der Steuerfuss in seiner Amtszeit «fast halbiert» wurde und dies trotz grosser Investitionen. Lag der Steuerfuss 1979 noch bei 82 Prozent, so beträgt er neu 44 Prozent. Der Gemeinderat habe einstimmig die aktuelle Steuersenkungen vorgeschlagen, sagte Forster.

Die Gemeinde senkt ihre Steuern um zwei Prozent und die in die Gemeinde integrierte Primarschule um vier Prozent, was einen Gesamtsteuerfuss von 84 Prozent ergibt. Dieser Steuersenkung und dem aktuellen Budget stimmten die Anwesenden grossmehrheitlich zu. Während 32 Jahren habe der Souverän immer dem Budget zugestimmt, zog Forster zufrieden Bilanz.

In der Diskussion wurden die gestiegenen Bodenpreise thematisiert. Junge aus dem Dorf hätten kaum mehr die Möglichkeit zu bauen, lautete die Kritik. «Ich werde das Problem hinterlassen, dass in unserer Gemeinde zu teuer gebaut wird», bedauerte Forster und bat, dies nicht auf den Steuerfuss zurückzuführen: «Wir haben die Interessen der Gemeinde zu wahren.»

Mehr Kompetenz

Ebenfalls mit grossem Mehr wurde die Neuregelung der Finanzkompetenz für den Gemeinderat genehmigt, vorgestellt durch Gemeinderat René Dünner. Neu verfügt der Gemeinderat über die Kompetenz, für einmalige Ausgaben pro Projekt 70 000 Franken und für jährlich wiederkehrende Ausgaben pro Projekt 10 000 Franken auszugeben. Eine Mehrheit stimmte auch den neuen Stromtarifen, den Rückliefertarifen, dem EW-Reglement und der Anpassung von allgemeinen Tarifbestimmungen zu. Ein Stimmbürger regte an, einen Fonds «Vorsorge Klimaerwärmung auf kommunaler Ebene» anzulegen.

Dies werde geprüft, wurde ihm zugesichert.

«Unterricht gut, Schulklima gut.» Schulpräsidentin Ewa Zwick wies auf die 80 Seiten starke Schulbeurteilung durch den Kanton hin und lud ein, Einblick in diese Papiere zu nehmen oder sich über die Schul-Homepage zu informieren.

Zum Schluss dankte Roland Nothhelfer noch den Stimmbürgern, dass diese mit dem aktuellen Budget auch 120 000 Franken für ein neues Feuerwehrauto genehmigt haben.

Dickes Lob gab es für die Winterdienst-Männer: «Die leisten Toparbeit, nirgends ist so gut gepfadet wie bei uns.»