BMX-Club sucht den Neuanfang

SITTERDORF. Nach dem Verlust seines Standortes in Sitterdorf muss der BMX-Club Flying Tigers mit seinen Trainings auf andere Anlagen ausweichen. Nun treiben die Verantwortlichen die Suche nach einem neuen Areal und Sponsoren voran.

Maya Mussilier
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Markus Rüegg Präsident des BMX-Clubs Flying Tigers

Markus Rüegg Präsident des BMX-Clubs Flying Tigers

SITTERDORF. Die BMX-Anlage beim Flugplatz Sitterdorf ist seit dem 30. November Geschichte. Ein Datum, dass die Mitglieder der Flying Tigers nicht vergessen werden. Sie haben alle zusammen angepackt, abgebrochen und zurückgebaut. Die Erinnerung ist noch lebhaft. Nur ungern hat sich der BMX-Club von seinem Standort verabschiedet und den Schritt ins Ungewisse getan. Dies aber voller Zuversicht. «Wir wollen vorwärts schauen, damit wir bald wieder voll durchstarten können», sagt Präsident Markus Rüegg.

Weitere Abklärungen nötig

Der Vorstand des Clubs ist in den letzten Wochen nicht untätig geblieben. «Wir haben eine Projektgruppe zusammengestellt und befinden uns derzeit im Modellstadium», sagt Markus Rüegg, Präsident der Flying Tigers und Leiter der Projektgruppe. Noch brauche es aber weitere Abklärungen. Zwar seien sie daran, Kontakte zu Gemeinden und zu grossen Firmen zu knüpfen, aber richtig loslegen wolle die Gruppe, wenn sie den Gesprächspartnern ein fertig ausgearbeitetes Projekt vorlegen könne. Markus Rüegg rechnet damit, dass dies bis Ende Februar der Fall ist.

Die Mitglieder der Projektgruppe sind zuversichtlich, dass sich ihr grosses Engagement lohnt. «Wir haben sehr viel Zeit und Arbeit investiert und dafür von verschiedenen Seiten positive Feedbacks erhalten», sagt Claudia Lehmann, Co-Leiterin der Projektgruppe. Die Vision beinhaltet die Realisierung einer UCI-konformen Anlage, auf welcher sowohl nationale als auch internationale Rennen durchgeführt werden können. Wichtig ist dem BMX-Club zudem eine gute Infrastruktur. «Mit einem Clubhaus können wir einen Begegnungsort für Sporttreibende schaffen sowie Haus und Anlage für Anlässe von Vereinen oder Firmen vermieten», sagt Markus Rüegg. Ausserdem schwebe ihnen vor, eine BMX-School, wie es sie auch in Volketswil gebe, zu realisieren. Eine solche soll selbsttragend betrieben werden.

Stiftung wird Besitzerin

Die Kosten für eine solche Anlage dürften laut einer groben Schätzung auf rund 500 000 Franken, ohne Grundstück, zu stehen kommen. Ein Betrag, den der BMX-Club nicht aus eigenen Mitteln finanzieren kann. «Sobald ein neuer Standort gefunden ist, wollen wir die Stiftung Faszination BMX gründen», sagt Markus Rüegg. Diese wäre dann als Besitzerin der Anlage auch für deren Bau verantwortlich. Die Flying Tigers wollen als Mieter den Betrieb gewährleisten und Trainings sowie Wettkämpfe organisieren. «Der Hauptzweck der Stiftung liegt bei der Förderung von sportlichen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen», erklärt Markus Rüegg. Im Focus stehe aber auch die Förderung des Breiten-, Leistungs- und Spitzensports im Bereich BMX.

Straffer Zeitplan

Läuft alles nach Wunsch, sieht der Zeitplan vorerst das Erarbeiten des Grobkonzeptes von Bau und Betrieb, des Finanzierungs- und Sponsoringkonzeptes und einer Präsentationsmappe vor. Ebenfalls wird nach Patronatspersonen gesucht. Im Februar soll mit der Suche nach einem neuen Standort gestartet werden. Steht der Standort fest, soll die Stiftungsgründung erfolgen. Die Verantwortlichen hoffen, dass dies im Juli soweit ist. Gleichzeitig wird mit der Sponsorensuche gestartet. Ein Baugesuch könnte im Februar 2015 erfolgen, der Spatenstich im April. Dann könnten der Trainingsbetrieb im August aufgenommen und die Anlage im Oktober eingeweiht werden.

Claudia Lehmann Co-Leitung der Projektgruppe Faszination BMX (Bild: Z.BELOS)

Claudia Lehmann Co-Leitung der Projektgruppe Faszination BMX (Bild: Z.BELOS)

Die Kinder sind begeistert vom BMX-Sport. Bei den Rennläufen fahren sie mit vollem Einsatz über die Piste. (Bild: pd)

Die Kinder sind begeistert vom BMX-Sport. Bei den Rennläufen fahren sie mit vollem Einsatz über die Piste. (Bild: pd)