Eisbrecher proben «Ehresach»

Seit 20 Jahren spielen sich die Mitglieder des Theatervereins Eisbrecher in die Herzen ihres Publikums. Im Jubiläumsjahr steht der Dreiakter «Ehresach» von Tina Segler auf dem Programm.

Hannelore Bruderer
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Als Probelokal steht dem Theaterverein aus dem AachThurLand ein Raum in Mauren zur Verfügung. (Bild: Hannelore Bruderer)

Als Probelokal steht dem Theaterverein aus dem AachThurLand ein Raum in Mauren zur Verfügung. (Bild: Hannelore Bruderer)

AACHTHURLAND. Noch muss die Souffleuse ab und zu helfend eingreifen, und der Regisseur gibt laufend neue Anweisungen, um das Spiel auf der Bühne noch packender zu gestalten. Jetzt, kurz vor der Premiere des diesjährigen Stücks mit dem Titel «Ehresach», sind die Proben des Theatervereins Eisbrecher am intensivsten. An den Auftritten will man nichts dem Zufall überlassen; bis dann muss das Theaterstück perfekt sitzen. Damit das klappt, verbringt das zehnköpfige Ensemble mit seinen Helfern auch noch ein ganzes Probenwochenende in einem Haus bei Bichelsee. «Da können wir uns ganz auf unser Stück konzentrieren, aber auch das Beisammensein geniessen», sagt Regisseur Daniel Naef. Er ist seit acht Jahren im Verein, wobei er anfänglich selber mitspielte. Mit der Regie betraut worden sei er eigentlich nur, weil er es sich als Schauspieler schon nie habe verkneifen können, seine Kommentare abzugeben, schmunzelt er. «Irgendwann meinte das Team dann, ich solle doch beim Inszenieren helfen. So wuchs ich da in den letzten Jahren hinein.»

Verständlich machen

In der Komödie «Ehresach» gibt es einige Stellen, die nicht einfach umzusetzen sind. Da hängt beispielsweise das Porträt einer Dame an der Wand, das sprechen kann, aber nur von ihrer Enkelin wahrgenommen wird. «Damit das dem Publikum verständlich wird und die Szenen natürlich wirken, müssen die anderen Schauspieler diese Stimme komplett ausblenden», erklärt Naef die Schwierigkeiten bei der Umsetzung dieses Stücks. Seine Aufgabe ist es, die Schauspieler so zu führen, dass sie sich in ihren Rollen weiterentwickeln können. Dabei muss er aber immer das Spiel als Ganzes im Auge behalten. Der Regisseur ist aber auch gefragt, wenn es darum geht, mit Angelika Wundling den Einsatz der Requisiten zu besprechen oder wenn Heidy Reinhart den Laienschauspielern ihre Vorschläge zur Maske unterbreitet. Die Personen, die bei den Theateraufführungen im Hintergrund mitarbeiten, seien genauso wichtig für den Erfolg einer Darbietung wie die Spielenden im Vordergrund, betont Vereinspräsident Thomas Bichsel. Als Mitglied der ersten Stunde war er bereits bei der Gründung des Vereins vor 20 Jahren dabei.

Die Gründungsmitglieder kamen aus der Jugendgruppe der Kirchgemeinde Neukirch an der Thur, die damals auch Theatervorführungen bestritt, erinnert sich Bichsel. Weil sie die Schauspielerei unbedingt beibehalten wollten, hätten sie damals einen eigenen Verein gegründet. «<Eisbrecher> heissen wir, weil unsere Stücke das Eis zum Publikum brechen sollen», erklärt er den aussergewöhnlichen Namen des Vereins. «Unsere Stücke sollen das Publikum zum Schmunzeln bringen, aber auch genügend Tiefgang aufweisen, so dass sich jeder Zuschauer in verschiedenen Rollen wieder erkennen kann.»

Feier an Hauptversammlung

Das 20-Jahr-Jubiläum des Vereins wird mit sechs Aufführungen seines neuen Bühnenstücks gekrönt. Weitere Aktivitäten zum Jubiläumsjahr seien nicht geplant, sagt Bichsel. «Der Aufwand für die Theateraufführung ist jeweils so gross, dass uns für etwas anderes schlicht die Zeit fehlt.» Die rund 35 Mitglieder des Vereins dürfen sich im Jubiläumsjahr allerdings auf eine spezielle Hauptversammlung freuen. Diese werde mit einem ganztägigen Ausflug verbunden sein, verspricht der Vereinspräsident.

Aufführungen: 20. Februar, 20 Uhr, Kirchenzentrum, Kradolf; 21. Fe-bruar, 20 Uhr, Turnhalle, Neukirch/Thur; 22. Februar, 14 Uhr, Kirch-gemeindesaal, Amriswil; 27. und 28. Februar, 20 Uhr, und 1. März, 14 Uhr, Kirchgemeindesaal, Erlen.