«…dann kraulen sie noch heute»

HAGENWIL. Begeisterte Kinder und Erwachsene lassen sich vom gestiefelten Kater und seinem Herrchen in eine Märchenwelt entführen. Die Premiere des Kinderstücks der Schlossfestspiele Hagenwil erntete viel Applaus.

Rita Kohn
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Falk Döhler als listiger Kater und Rafael Luca Oliveira als Müllersbursche, der die Prinzessin liebt, bringen die Kinder zum Lachen. (Bild: Benjamin Manser)

Falk Döhler als listiger Kater und Rafael Luca Oliveira als Müllersbursche, der die Prinzessin liebt, bringen die Kinder zum Lachen. (Bild: Benjamin Manser)

«Und wenn sie nicht gestorben sind, dann kraulen sie noch heute.» Kater, Müllersbursche und Prinzessin verbeugen sich tief. Die Kinder klatschen. Ihre Augen strahlen. Eine gute Stunde lassen sich die grossen und kleinen Zuschauer vom Spiel auf der Bühne fesseln.

Eine Stunde, die für die drei Darsteller Falk Döhler, Rafael Luca Oliveira und Lena Wälly eine Höchstleistung bedeuten. Denn bei der Premiere herrschen im Schlosshof Temperaturen von gegen 30 Grad.

Heiss im Kostüm

«Es ist ganz schön heiss im Kostüm», stöhnt Falk Döhler nach der Premiere mit einem verschmitzten Lächeln. «Erst recht, wenn man sich noch so intensiv bewegt.» Falk Döhler, der im Abendstück derzeit als John Worthing in «Ernst sein ist alles oder Bunbury» auf der Bühne steht, mimt den gewitzten Kater und steckt teilweise in einem wärmenden Kostüm. Lena Wälly, die als König unter einer dicken Perücke und einem Mantel steckt, geht das da nicht viel anders.

Überzeugend umgesetzt

Wer das Grimm-Märchen «Der gestiefelte Kater» kennt, weiss, mit wie viel Geschick Florian Rexer das Stück umgeschrieben hat, damit es auf der Bühne von gerade drei Personen dargestellt werden kann. Unverkennbar ist auch die Handschrift von Co-Regisseurin Rahel Roy, die die Proben begleitet und ihre Ideen eingebracht hat.

Die Kinder, die sich voller Freude auf die Anregungen von der Bühne eingelassen haben, danken den drei Darstellern mit grossem Applaus. Und bei der anschliessenden Autogrammstunde belagern sie den Kater, die Prinzessin und den Müllersburschen, um dann mit einem stolzen Lächeln mit der Unterschrift abzuziehen.